Wie geht es weiter mit dem Sonnensegel?

Das Sonnensegel im Westfalenpark war eine beliebte Veranstaltungsfläche, doch seit mehr als zwei Jahren ist die Holzkonstruktion gesperrt. Sie ist marode. Ein neues Gutachten soll nun klären, wie es weitergeht. Wir haben die wichtigsten Stationen aus der Geschichte des Bauwerks zusammengefasst.

Dortmund.. 1969: Nach Plänen des bekannten Architekten Günter Behnisch wird das Sonnensegel gebaut. Es ist 1400 Quadratmeter groß. Die Holzkonstruktion spannt sich wie ein Zelt über die Veranstaltungsfläche. Es wurde für die damalige Gartenschau Euroflor gebaut.

2008: Die Holzkonstruktion des Sonnensegels wird festgestellt, dass das Holz von Pilz befallen ist. Ein Experte beziffert die Kosten einer Rundum-Sanierung auf 1 Million Euro.

2008/2009: In einer Art Notoperation wird zunächst die Holzkonstruktion saniert: Für 240.000 Euro erhält das Bauwerk ein Stahlkorsett, das die Standfestigkeit sichern soll. Diese soll jährlich überprüft werden.

2013: Die turnusgemäße Überprüfung des Sonnensegels ergibt: Das Segel ist nicht sicher. Geplante Veranstaltungen müssen entfallen. Neue Gutachten werden in Auftrag gegeben, doch seit nunmehr zwei Jahren hat die Stadt die Fläche am Segel gesperrt.

2015: Die Fragen Rettung oder Abriss steht im Raum, wobei die obere Denkmalbehörde in Münster einen vorläufigen Denkmalschutz erklärt hat. Dieser läuft allerdings Ende Juni aus. Ein Gutachten besagt, eine komplette Sanierung des Bauwerks würde 2,5 Millionen Euro kosten. Die Hoffnung ist nun, dass bis Ende Juni die Wüstenrot-Stiftung ein weiteres Gutachten in Auftrag geben wird, das eine Rettung des Segels möglich macht. Sollte es doch abgerissen werden, könnte die Fläche unter dem Segel Teil der Schaugärten werden.

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