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Widerstand gegen Flughafenausbau

13.02.2008 | 15:10 Uhr
Widerstand gegen Flughafenausbau

Der Widerstand gegen den Ausbau des Dortmunder Flughafens bleibt hart. Das "Aufgeweckte Bodenpersonal", ein Zusammenschluss von Dortmunder Künstlern und Bürgern warnt die Politik vor den Konsequenzen einer Verlängerung von Betriebszeiten und Landebahn.

"Wer uns quält, wird nicht gewählt", lautet die Botschaft des Bündnisses um die Kabarettisten Simone Fleck, Lioba Albus und Fred Ape an die SPD und CDU. Die großen Parteien haben sich bisher noch nicht öffentlich zum Thema Erweiterung der Betriebszeiten auf 23 Uhr und Verlängerung der Landebahn positioniert. "Seit unserer letzten Veranstaltung im November haben wir über 1000 Unterschriften von Bürgern gesammelt, die bereit sind, ihre Stimme der Partei zu geben, die sich klar gegen den Ausbau ausspricht", sagt Zahnarzt Dr. Peter Keil, der sich dem Bündnis angeschlossen hat.

Er hat einen offenen Brief anden Oberbürgermeister und die Ratsvertreter geschrieben, in denen er die Argumente des aufgeweckten Bodenpersonals aufzeigt. "Wer soll denn die hochwertigen Grundstücke am Phönixsee kaufen, wenn dort Flugzeuge in 100 Metern Höhe drüber fliegen." Die Einflugschneise würde sich bei noch größeren Maschinen im Falle einer Landebahnverlängerung neben den innerstädtischen Naherholungsgebieten Phönixsee, Bolmke und Bittermark auch noch auf die Stadtteile Hombruch, Barop und Eichlinghofen ausweiten. "Städte wie Berlin und München wollen den Flughafen auf der grünen Wiese und wir machen die grünen Gebiete unserer Stadt zur Einflugschneise", sagt Dr. Peter Keil. Mit Unterschriftenaktionen, Ständen auf Wochenmärkten und Stadtteilfesten und einer Open-Air-Veranstaltung in Hörde im Ende Mai/Anfang Juni wollen die Gegner des Ausbaus weitere Stimmen sammeln.

Gregor Boldt

Kommentare
15.02.2008
14:33
Widerstand gegen Flughafenausbau
von Roland Kleine-Wiskott | #8

Der Unterschied zu Berlin und München ist, das dort der FH aus der Stadt ausgelagert wird. In Dortmund ist es umgekehrt. Die Landebahn soll ihn Richtung Stadt verlängert werden, mit all seinen Konsequenzen. Übrigens will auch nur AirBerlin eine längere Landebahn, die anderen Airlines ausdrücklich nicht.
Und Arbeitsplätze sind das klassische Totschlagargument. Nehmen Sie einen Betrag x, bauen Sie damit irgendwas und sie werden immer Arbeitsplätze schaffen. Fragt sich nur um welchen Preis!

15.02.2008
13:46
Widerstand gegen Flughafenausbau
von RiRa | #7

Der Ausbau bringt keinen langfristigen Arbeitsplatz mehr für und in Dortmund, denn es gibt im Umkreis genug Flughäfen.

Da der Flugverkehr nach nahezu allen Prognosen innerhalb der nächsten Jahrzehnte wachsen soll, schon.

15.02.2008
11:17
Widerstand gegen Flughafenausbau
von Kaspar Janssen | #6

Verehrter John Heaven,

selbst wenn, wie Sie behaupten, A (Entscheidung für den Ausbau des damligen Kleinflughafens), falsch war, bleibt die Frage, was mit dem Airport passiert, wenn er nicht mehr wettbewerbsfähig ist, weil die großen Maschinen hier nicht landen können. Seien Sie doch so konsequent und fordern Sie: Flughafen zu. Das ist ja o.k. Und dann erklären Sie es den Mitarbeitern und allen Flughafenbefürwortern. Mal schauen, was die davon halten. An der Argumentation der Flughafengegner stört mich nur, dass sie nicht ehrlich sind: Geben Sie zu, dass der Flughafen dichtgemacht werden soll und vertreten sie das öffentlich. Fehlt Ihnen dazu der Mut?

15.02.2008
10:26
Widerstand gegen Flughafenausbau
von Andreas Griese | #5

Ich denke der Flughafen ist groß genug und belastet die Anwohner und die Umwelt schon genug. Der Ausbau bringt keinen langfristigen Arbeitsplatz mehr für und in Dortmund, denn es gibt im Umkreis genug Flughäfen.

15.02.2008
09:40
Widerstand gegen Flughafenausbau
von teddy | #4

Schwierige Situation, ich bin für den Ausbau Flughafen Dortmund, das wäre wirtschaftlich ein großer Aufschwung gewesen, unabhängig vom Lärm usw, was künftig passieren könnte, kann man verstehen, aber nicht akzeptieren ,was an anderen Flughäfen passierte, umbau,verlegung wie München, vergrößerung wie Berlin Schönefeld, das ist ja weit noch schlimmer, als man sich vorstellen würde.

15.02.2008
08:22
Widerstand gegen Flughafenausbau
von John Heaven | #3

Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann erkennen, dass A falsch war.

14.02.2008
13:14
Widerstand gegen Flughafenausbau
von Kaspar Janssen | #2

Wer A sagt, soll auch B sagen. Der Flughafen muss größer werden, wenn er im Wettbewerb bestehen will. Wenn das die Mehrheit der Bürger nicht möchten, ist das o.k. Dann müssen sie aber auch das Ende des Flughafens mit allen Folgen verkraften (Arbeitslosigkeit, Verlust der Bruttowertschöpfung etc.). Doch sollten sich die Flughafengegner nicht täuschen. Der Mehrheit der Dortmunder Bevölkerung ist der Airport egal, viele sind sogar für den Flughafen. Und nach der Kommunalwahl 2009 gibt es dann eine große Koalition, die den Ausbau durchsetzen wird.

13.02.2008
18:39
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2008-02-13 15:10
Dortmund