Westfalentower an der B1 sucht Käufer — und Mieter

Klaus Buske
Zum 86 Meter hohen und 22 Etagen zählenden Westfalentower an der Ecke B1/Semerteichstraße gehören auch das Atrium und Forum.
Zum 86 Meter hohen und 22 Etagen zählenden Westfalentower an der Ecke B1/Semerteichstraße gehören auch das Atrium und Forum.
Foto: WAZ FotoPool
Das zweithöchste Gebäude Dortmunds soll verkauft werden: der Westfalentower an der B1 — eins der größten Dortmunder Immobilienprojekte der letzten Jahre. Und eins der erfolglosesten. Die 22 Etagen stehen weitgehend leer.

Dortmund. Eines der größten, der modernsten und erfolglosesten Dortmunder Immobilienprojekte der letzten Jahre steht zum Verkauf: Der Westfalentower an der B1/Ecke Semerteichstraße. Das Gebäude mit 22 Etagen und zwei Nebengebäuden (Forum und Atrium) steht weiterhin überwiegend leer, da bislang nur sehr wenige Mieter gefunden werden konnten.

Zweithöchstes Gebäude Dortmunds

Das zweithöchste Gebäude Dortmunds ist mit 98 weiteren Immobilien (in 11 Ländern und 50 Städten) Bestandteil des kürzlich geschlossenen Immobilienfonds CS Euroreal der Credit Suisse, der ein Volumen von rund 6 Mrd. Euro hat. Dieser Immobilienfonds soll bis zum 30. April 2017 liquidiert werden. Also hat der Fondsverwalter Credit Suisse fast fünf Jahre Zeit, Käufer für den Westfalentower zu finden.

Grund für die Auflösung war - trotz der wirtschaftlich wenig überzeugenden Entwicklung des Westfalentowers - nicht das Ausbleiben von Dividende in den Vorjahren. Grund war, dass eine große Zahl von Anteilseignern des Fonds insgesamt rund drei Milliarden Euro ausgezahlt bekommen wollten. Doch es standen dem Fonds nur 1,6 Mrd Euro Barmittel zur Verfügung.

Zunächst erhält niemand Geld

Nach einer Befragung der Fonds-Eigner hatte die Credit Suisse das Ende für den Fonds beschlossen. Zunächst erhält niemand Geld. Am Ende der Fondsauflösung sollen alle Anleger zum gleichen Zeitpunkt den gleichen Preis für jeden von ihnen gehaltenen Anteil erhalten.

Ungeachtet der Eigentumsfrage gehen die fieberhaften Bemühungen zu Vermietung der Flächen des Westfalentowers weiter. Seit fast zwei Jahren sind mehrere Makler aktiv.