Welle der Hilfsbereitschaft für Kana-Suppenküche

Bei der Kana-Suppenküche an der Mallinckrodtstraße verteilen Helfer fast täglich 180 Liter Eintopf an Bedürftige und Obdachlose. Doch jetzt sind zwei von drei Kesseln kaputtgegangen. Neue Kessel kosten 17.000 Euro. So viel Geld hatten die Verantwortlichen nicht. Deshalb baten sie um Spenden - und die kamen.

Dortmund.. Noch ist Suppe da. Die Helfer der Kana-Suppenküche wissen sich zu behelfen. Aber der Schreck war groß, als zwei der drei jeweils 60 Liter fassenden Kessel den Geist aufgaben. Ausgerechnet dann, wenn zum Ende des Monats immer mehr als 300 Bedürftige vor der Tür stehen.

Die Hilfseinrichtung in der Mallinckrodtstraße 114 sorgt seit 24 Jahren dafür, dass arme Menschen eine warme Mahlzeit am Tag bekommen. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Hilfesuchenenden stark an, 180 Liter Eintopf werden im Nu an Mann und Frau, sogar an ganze Familien gebracht. Das Helferteam um Bernd Büscher beschrieb im letzten Rundbrief an die Unterstützer das Problem.

Kessel halten nur 15 Jahre

"Normalerweise halten die Kessel nur etwa 15 Jahre", sagt Büscher und es sei fast ein Wunder, dass der dritte noch funktioniere. Der Rundbrief wirkte. Die Spendenbereitschaft war groß, das Geld für neue Kessel kam schnell zusammen. Geliefert werden sie aber erst im Oktober, bis dahin muss das Essen mühsam auf kleinen Heizplatten zubereitet werden.

Dank der Spenden wird ein Antrag der Fraktion Die Linke & Piraten am Dienstag (25. August) im Sozialausschuss überflüssig. Damit sollten 17.000 Euro bei der Stadt locker gemacht werden. Bernd Büscher findet den Antrag zwar "sehr nett", legt aber Wert darauf, dass die Kana-Suppenküche seit jeher unabhängig von der Stadt arbeite.

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