Welche Stadtfirmen-Chefs um ihren Job zittern müssen

Chefsessel zu vergeben: Bis Ende 2018 laufen etliche Verträge von Vorständen und Geschäftsführern wichtiger städtischer Unternehmen aus. Die Politik will nach der Sommerpause erste Personalpläne schmieden. Einige Chefs müssen um ihre Jobs bangen, andere sitzen hingegen fest im Sattel. Ein Überblick.

Dortmund. "Bis Frühjahr 2017 müssen die ersten Durchsagen kommen", kündigt CDU-Fraktionschef Ulrich Monegel an. Denn in dem Jahr stehen auch die ersten Entscheidungen an. Und die Signale müssen früh kommen: Vorstände und Geschäftsführer von Stadt-Töchtern, deren Spielzeiten sich dem Ende zuneigen, müssen ein Jahr (bzw. ein dreiviertel Jahr) vorher informiert werden, wo es für sie lang gehen soll. Entweder direkt in den Ruhestand, zu einem anderem Unternehmen - oder aber ihre auf fünf Jahre befristeten Verträge werden um eine Laufzeit von zweieinhalb bzw. drei Jahren verlängert. Alles ist möglich.

Die Entscheidung darüber trifft der Rat der Stadt. Er spielt die erste Geige, nach deren Melodie sich die Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsräte der jeweiligen Unternehmen zu richten haben. Sie kommen erst im Nachgang an die Reihe, um die Entscheidung des Rates zu bestätigen - diese Reihenfolge war nicht immer so. Nach der Sommerpause wollen die beiden größten Ratsfraktionen SPD und CDU beginnen, sich die Karten fürs politische Farbenspiel zu legen.

"Wir werden dabei langfristig denken und Personalpakete schnüren müssen", sagt jemand aus der Politik, der ungenannt bleiben möchte. Es wird ein Poker im erster Linie zwischen SPD und CDU, der seinen Höhepunkt erreicht, wenn beide Lager ihre Personalkarten über Kreuz legen.

Gregor Beushausen