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Weihnachtsmarkt Dortmund: Besucher vermissen Traditions-Bude – HIER suchen sie vergeblich

Schock für Besucher auf dem Weihnachtsmarkt Dortmund: Ein besonders beliebter Laden scheint verschwunden zu sein.

© Dieter Menne/dpa

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Traurige Überraschung auf dem Weihnachtsmarkt Dortmund: Ein beliebter Stand ist weg! Über 29 Jahre lang war er fester Bestandteil auf dem Propsteihof nahe dem Hansaplatz, wo auch der große Weihnachtsbaum steht.

Doch in diesem Jahr werden die Besucher enttäuscht, wenn sie hier nach dem Traditionsladen suchen. Denn der hat jetzt woanders auf dem Weihnachtsmarkt Dortmund Platz gefunden. Und nicht nur das ist neu.

Weihnachtsmarkt Dortmund: Nach 29 Jahren – Traditions-Bude steht jetzt HIER

„Wir sind total glücklich hier“, sagt Dori Rindle gegenüber DER WESTEN zum neuen Standort an der Kampstraße. Hier zwischen der Sparkasse und der Postbank steht jetzt der „Fair Trade Corner“. Zwischen dem Unverpacktladen „Frau Lose“ und dem Upcycling-Stand „Tanz auf Ruinen“ hat es sich die Mitte 60-Jährige mit ihrem selbstgezimmerten Holzladen „Ganesh“ gemütlich gemacht.

Die letzten 29 Jahre stand sie mit ihrem fair gehandelten Kunsthandwerk aus Nepal auf dem Propsteihof, doch letztes Jahr war es damit dann plötzlich vorbei. Weil Frau Rindle aber unbedingt weiter auf dem Markt bleiben wollte, klüngelte sie gemeinsam mit Event-Manager Patrick Arens den neuen Themenbereich aus. „Er wollte sowieso mehr Kunsthandwerk auf den Markt bringen und dann kam uns die Idee von dem Fairtrade-Markt.“

Neuer Themenbereich fairer Handel an der Kampstraße

Bisher besteht der „Fairtrade-Corner“ noch aus den drei Ständen und einem veganen Imbiss, doch soll die Ecke in den kommenden Jahren wachsen. Das findet Frau Rindle total „aufregend“. „Ich finde es so schön, dass wir hier die Möglichkeit haben, uns und das Thema fairer Handel besser darstellen zu können.“ Sie ist seit 30 Jahren im fairen Handel tätig und hat auch ihre Familie mit eingebunden. Die hilft ihr beim Bau der großen Holzhütte und auch ab und zu am Stand.

  • Weihnachtsmarkt Dortmund Doris Rindle von Ganesh Nepalhandel
  • Weihnachtsmarkt Dortmund

In diesem Jahr muss sie aber ein paar geringfügig Beschäftigte einstellen. „Hier müssen wir uns nach den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes richten. Und meine Kinder haben natürlich nicht so viel Zeit“, erklärt die Nepal-Begeisterte. Bei der Eröffnung des Marktes am 17. November wuselt sie noch durch den Laden, denn es gibt so viel zu tun. „Ich hätte am liebsten erst morgen geöffnet“, sagt sie lachend.

Weihnachtsmarkt Dortmund: Verkäuferinnen beschweren sich über Teuerungen – „Es ist der Wahnsinn“

Und noch ein Wermutstropfen in diesem Jahr: die Teuerungen. „Die Frachtkosten sind mittlerweile astronomisch“, bemerkt die Unternehmerin. „Ich musste leider die Preise anheben.“ Nicht nur hier wird alles teurer, sondern auch im fernen Nepal. „Es ist der Wahnsinn.“

  • Weihnachtsmarkt Dortmund Hannah Fischer vom Unverpacktladen Frau Lose
  • Weihnachtsmarkt Dortmund BVB-Schokolade
  • Weihnachtsmarkt Dortmund Upcycling-Laden "Tanz auf Ruinen"
  • Weihnachtsmarkt Dortmund Fairtrade-Corner

Hannah Fischer vom Unverpacktladen „Frau Lose“ kann davon ebenfalls ein Liedchen singen. „Man merkt schon deutlich, dass die Preise gestiegen sind“, sagt die 31-Jährige gegenüber DER WESTEN. Darum ist sie umso froher, dass der Veranstalter sich bei der Standmiete „sehr kulant“ zeigt. Diese sei an ihrem Standort nicht so hoch. Allerdings hätte sie sich gewünscht, der „Fairtrade-Corner“ wäre etwas zentraler. „Wir stehen schon ein bisschen abseits, aber zum Glück gibt es hier genügend Laufkundschaft.“


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Und die Ecke scheint schon jetzt gut anzukommen. „Das Interesse ist da“, bemerkt Frau Fischer. Um die Bude bemannen zu können, kann sie ihren Unverpacktladen in der Rheinischen Straße nur noch drei Tage die Woche öffnen. Aber es lohnt sich, sagt sie. „Auf Märkten ist es einfacher als im Laden.“ Da würden sich die Kunden eher trauen, vorbeizuschauen und hätten weniger Berührungsängste.