Warnstreik an den Flughäfen in NRW am Dienstag

Der Flughafen in Düsseldorf.
Der Flughafen in Düsseldorf.
Foto: Archiv: Sergej Lepke / WAZ Fotopool
Verdi ruft für Dienstag an mehreren Flughäfen in NRW zu Warnstreiks auf. Betroffen sind Düsseldorf, Köln-Bonn, Münster-Osnabrück und Dortmund. Der Flughafen Düsseldorf rechnet mit Beeinträchtigungen.

Düsseldorf/Köln. Eine "letzte Warnung" will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Dienstag ausgeben: Bundesweit werden die Flughäfen bestreikt. In Nordrhein-Westfalen sind Düsseldorf, Köln-Bonn, Münster-Osnabrück und Dortmund betroffen. An allen Flughäfen muss demnach mit Verzögerungen bei der Abfertigung bis hin zu Flugausfällen gerechnet werden.

  • Flughafen Köln-Bonn: Um 0 Uhr startet der Warnstreik am Flughafen Köln-Bonn bei der Be- und Entladung der Frachtmaschinen, später Gepäckabfertigung, Bodenverkehrsdienste, Technik, Sicherheit und Verwaltung sowie die Tarifbeschäftigten der Bundespolizei. Insgesamt soll die Arbeit bis 10 Uhr niedergelegt werden.
  • Flughafen Düsseldorf: In Düsseldorf hat die Gewerkschaft für 4 bis 12 Uhr die Gepäckabfertigung, Busdienste, den Crewtransport und die Werkstätten zum Warnstreik aufgerufen.
  • Flughäfen Münster-Osnabrück und Dortmund: Zu verspäteten Abfertigungen kann es an den Flughäfen Münster-Osnabrück und Dortmund kommen. Hier sind die Security beziehungsweise Bodenverkehrsdienste zum Streik aufgerufen. In Dortmund soll der Streik von 3 Uhr bis 6 Uhr dauern.

"Wir rechnen mit Beeinträchtigungen", erklärt ein Sprecher des Düsseldorfer Flughafens. Es sei allerdings noch nicht abzusehen, wie viele Beschäftigte die Arbeit niederlegen.

Verdi rechnet mit 2000 Teilnehmern in Frankfurt

Betroffene Fluggäste sollen sich nach Auskunft des Düsseldorfer Flughafens unbedingt zeitnah mit ihrer Airline in Verbindung setzen. So könnte zum Beispiel ein Late-Night-Check sinnvoll sein, damit das Gepäck rechtzeitig die Maschine erreicht. Einzelne Airlines würden ihren Kunden entgegenkommen und zum Beispiel mehr Handgepäck zulassen.

Verdi rechnet allein am Frankfurter Flughafen mit 2000 Teilnehmern. Insgesamt fallen beim größten deutschen Flughafen rund 14.000 Beschäftigte unter den maßgebenden Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Die Aktionen am Frankfurter Flughafen sollen bis etwa 14.30 Uhr dauern. Bei Rückfragen können Fluggäste die kostenpflichtige Hotline 01805-372 4636 bzw. +49 1805-372 4636 kontaktieren.


Am Stuttgarter Flughafen sind vor allem die Bodendienste sowie die Feuerwehr betroffen. Dort werde die Arbeit zwischen 6 und 11 Uhr niedergelegt, kündigte Verdi an. Notdienste seien vereinbart.

Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt

Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi in der laufenden Tarifrunde der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen Nachdruck verleihen. Als soziale Komponente soll die Erhöhung mindestens 200 Euro monatlich betragen. Die Arbeitgeber bieten derzeit 3,3 Prozent mehr Geld für zwei Jahre.

Am Mittwoch und Donnerstag steht die dritte und entscheidende Verhandlungsrunde in Potsdam an. (we/afp/dapd)