Viereinhalb Jahre Haft nach Messerangriff auf Kellner

Urteil im Prozess um den blutigen Messerangriff auf einen Kellner in der City: Das Schwurgericht hat den 36-jährigen Angeklagten am Dienstag zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Anklage lautete ursprünglich auf versuchten Mord. Verurteilt wurde der Mann wegen gefährlicher Körperverletzung.

Dortmund. Der 36-Jährige hatte stets abgestritten, dass er den Kellner in der Shisha-Bar wirklich töten wollte. Die Messerattacke sei vielmehr aus einem Gerangel heraus erfolgt. Einige Wochen zuvor waren die beiden Männer schon einmal in dem okal aneinander geraten. Dabei hatte der Kellner dem total betrunkenen Gast Hausverbot erteilt, nachdem dieser sich geweigert hatte, den Laden von sich aus zu verlassen.

Das Opfer hatte bei der Attacke eine rund zehn Zentimeter lange und klaffende Fleischwunde erlitten, die sich vom Ohr bis zur Kehle zog. Lebensgefahr bestand aber wohl nicht.

Dicke Vorstrafen-Akte

Fest steht, dass der Angeklagte schon mehrfach wegen Gewalttaten auffällig geworden ist. Seine Vorstrafen-Akte ist voll von alten Verurteilungen - unter anderem wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Polizeibeamte.

Weil die Richter glauben, dass der Alkoholmissbrauch eines der zentralen Probleme im Leben des Mannes darstellt, ordneten sie an, dass der 36-Jährige einen Teil seiner viereinhalb Jahre langen Haftstrafe in einer geschlossenen Entziehungsklinik verbüßen muss.

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