Vier Millionen Besucher in der Thier-Galerie in Dortmund

Das Publikum der Thier-Galerie in Dortmund ist vor allem eines: jung. Foto: Franz Luthe
Das Publikum der Thier-Galerie in Dortmund ist vor allem eines: jung. Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund.. Vom Eröffnungsrausch gleich weiter ins Weihnachtsgeschäft – ein perfekter Start. Damit konnte die Thier-Galerie nach knapp 100 Tagen die vier Millionen Marke durchbrechen: 4 019 391 Besucher passierten die Eingangstüren des Einkaufszentrums.

Und das, lachte Alexander Crüsemann, sei nicht etwa mit dem dicken Daumen geschätzt. Mit Zählanlagen und per Umfrage hat das Center-Management die ersten 97 Einkaufstage analysiert. Weiß, wer welche Tür nimmt und woher die Kunden kommen. So nutzen 45 Prozent den fußläufigen Zugang über den Westenhellweg, nur 12 Prozent kommen über das Parkhaus. Das mit 730 Plätzen auch keine allzu große Kapazität habe – trotzdem sei hier schon 190.000 Mal die Schranke hochgegangen. Die Menschen kommen aus dem Märkischen Kreis, aus Unna, EN und Dortmund selbst. 36,6 Prozent wohnen nur 15 Fahrminuten entfernt; 44,2 % haben eine Anreise von 30 Minuten.

Junge Zielgruppe

67 % des Publikums sind weiblich, über 70 % zwischen 16 und 39 Jahren alt – dem jungen Publikum trägt die Thier-Galerie nicht nur inhaltlich Rechnung. Und hat bei Facebook nach drei Monaten 41.000 Fans – im Vergleich dazu konnte das größere CentrO in Oberhausen 45.000 Fans sammeln – in zwei Jahren.

Dass inzwischen jeder ein Smartphone hat? Die Zielgruppe der überdachten Einkaufsmeile wohl schon: „Wynsh“ wird ein Stichwort 2012 sein. Dazu: Mode-Inszenierungen mit Berliner Künstlern, der lange Freitag und Samstag („Golden Shopping“ bis 22 Uhr), Muttertagskuchen und Modejournal mit regionalem Bezug.

Nur ein Ladenlokal unbesetzt

Die Meile klotzt – mit eigenem Kinospot und Bandenwerbung beim BVB. Zielmarke ist immerhin, so Crüsemann, ein Jahresumsatz von 150 Millionen Euro. 1200 Beschäftigte in – noch – 162 Shops sollen den erwirtschaften. Nur ein Ladenlokal ist derzeit nicht besetzt. Dass es Wechsel geben wird? „Sechs bis zehn Geschäfte tauschen im Schnitt“, sagt Crüsemann. Erfahrungswerte. Die müssen in Dortmund erst noch gesammelt werden. Im nächsten Jahr, so der Center-Manager, werde man in der Realität ankommen. Dann lassen sich auch die Wechselwirkungen zwischen Galerie und City messen. Zurzeit geht laut Umfrage jeder Zweite aus der Thier-Galerie gerne auch in die Innenstadt.

Wenn er sich nicht im Einkaufsparadies verlaufen hat... Nachbessern, räumte Crüsemann ein, müsse die Galerie bei der Ausschilderung.

 
 

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