Viele Verletzte nach Schlägereien in Bahnhöfen

DerWesten
Foto: Marcus Simaitis

Ruhrgebiet. Die Dortmunder Bundespolizei musste am Wochenende mehrfach an den Bahnhöfen in Dortmund, Essen und Gelsenkirchen eingreifen. Durch verschiedene Schlägereien und Angriffe auf Polizeibeamte wurden mehrere Personen verletzt.

Schlägereien in Bahnhöfen im Ruhrgebiet beschäftigte die Bundespolizei am Wochenende. Aus nicht geklärten Umständen versetzte etwa ein 24-jähriger Libanese in der Nacht zum Sonntag im Dortmunder Hauptbahnhof einem 22-jährigen Polen einen Kopfstoß. Mit einer Platzwunde und dem Verdacht auf Nasenbeinbruch ließ er sein Opfer achtlos liegen.

Beamte der Bundespolizei nahmen den Täter vor einem Schnellrestaurant am Bahnhof fest. Der vermutlich unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stehende Schläger griff auf dem Weg zum Polizeirevier einen Bundespolizeibeamten mit Fäusten und Ellenbogenschlägen an. Der laut Polizeibericht äußerst renitente Mann konnte erst auf dem Revier am Dortmunder Hauptbahnhof überwältigt werden. Der Polizeibeamte wurde mit einer Platzwunde und mehreren Prellungen zur ambulanten Behandlungen in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den 24-Jährigen wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand eingeleitet. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde er in Gewahrsam genommen.

Fahndung ohne Erfolg

Nur kurze Zeit später schlugen und traten vier bis fünf Personen in Dortmunds Nordstadt auf einen 24-jährigen Marokkaner ein. Stark blutend suchte das offensichtlich angetrunkene Opfer die Bundespolizeiwache am Dortmunder Hauptbahnhof auf. Eine Fahndung nach den Tätern verlief ohne Erfolg. Der Verletzte und unter Schock stehende Mann aus Neunkirchen konnte keine Täterbeschreibung abgeben. Aufgrund seiner Verletzungen wurde er in die Städtischen Kliniken gebracht.

Ein 37-jähriger Gelsenkirchener und ein 19-jähriger Mann aus Herne gerieten am Sonntagmorgen vor einem Fahrausweisautomaten in der Empfangshalle des Dortmunder Hauptbahnhofs derart in Streit, dass auch hier Fäuste und Tritte ausgeteilt wurden. Beamte der Bundespolizei trennten die Kontrahenten. Gegen beide Personen wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die vermutlich unter dem Einfluss von Alkohol stehenden Personen lehnten ärztliche Hilfe ab.

Kopfstoß als gefährliche Körperverletzung

Ein gezielter Kopfstoß, den ein 29-jähriger Dortmunder in den frühen Morgenstunden seinem selbst ernannten 21-jährigen Gegner zufügte, endete im Dortmunder Hauptbahnhof mit einer Prellung im Gesicht. Der Schläger wurde durch Mitarbeiter des Bahnschutzes bis zum Eintreffen der Bundespolizei festgehalten. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Bereits am Freitag provozierte ein 26-Jähriger Reisende im Dortmunder Hauptbahnhof. Dem zur Zeit wohnsitzlosen Mann wurde daraufhin ein Platzverweis erteilt. Auf dem Vorplatz setzte er seine Pöbeleien wahllos fort. Hierbei entledigte er sich seiner Jacke und bewaffnete sich mit einem mitgeführten Schlagring. Beamte der Bundespolizei stellten den Schlagring sicher. Die nächsten Stunden verbrachte der Mann zur Ausnüchterung im Dortmunder Polizeigewahrsam.

Polizist in Gelsenkirchen verletzt

Ein weiterer Dortmunder Bundespolizeibeamter wurde am Freitagabend im Gelsenkirchener Hauptbahnhof verletzt. Nach vorliegender Sachlage versuchte ein 17-jähriger Mann aus dem Kongo, mit falschen Personaldokumenten, einen Fahrschein zu kaufen. Bedienstete der Bochum/Gelsenkirchener Straßenbahn AG bemerkten den Betrugsversuch und verständigten die Bundespolizei. Als der 17-Jährige die Polizeibeamten bemerkte, ergriff er die Flucht. Hierbei rannte er eine 71-jährige Kroatin um. Die in Gelsenkirchen wohnende Frau erlitt einen Schock.

Der Flüchtende, der bereits wegen zahlreicher Betrugs- und Urkundendelikte in Mülheim, Bochum, Essen und Gelsenkirchen polizeilich in Erscheinung getreten ist, konnte nach kurzem Sprint überwältigt werden. Aufgrund der heftigen Gegenwehr musste ein Bundespolizist mit Prellungen und stark blutenden Gesichtsverletzung einem Krankenhaus gebracht werden. Der 17-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt und bleibt bis auf weiteres in Haft. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.