Vereinen und Schulen fehlen die Sporthallen

In Dortmund stehen 26 städtische Sport- und 117 Turnhallen bereit. Theoretisch. Zurzeit werden drei große Hallen für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt, zehn kleinere sind wegen Sicherheitsbedenken gesperrt, 36 weitere von demselben Problem und damit gleichfalls von Schließungen bedroht. Wie gehen Schulen und Vereine damit um?

Dortmund. Selbst wenn keine weiteren Sperrungen wegen der bedenklichen Deckenkonstruktionen nötig werden, bleibt es eng in Dortmunds Sporthallen. "Der Trainingsbetrieb ist ohnehin schon erheblich gestört", sagt Mathias Grasediek, Geschäftsführer des Stadtsportbundes (SSB). Wenn weitere Schließungen hinzukommen, wäre das dramatisch.

Trainingszeiten teilen

Die Vereine versuchten, Trainingszeiten zu teilen und sich abzusprechen. In Zeiten von Ganztagsunterricht sei es schwer, den Vereinssport überhaupt noch unterzubringen. "Ein bis zwei Wochen kann sich ein Verein behelfen und vielleicht auch mal im Außenbereich trainieren", so Grasediek. "Wenn es länger dauert, wird das aber Mitglieder kosten." Vor allem dem Spielbetrieb von Handball, Volleyball, Basketball und Tischtennis fehlen die Sporthallen. Der Hallenkoordinator hatte seine liebe Mühe, alle Ligaspiele unterzubringen. Der Aufwand für die Vereine, die mit ihren Sponsorentafeln und Tischtennisplatten umherziehen müssen, sei enorm, so Grasediek.

Kaum Ausweichmöglichkeiten

Dass das Sicherheitsproblem in den Hallen mit der Flüchtlingsunterbringung zusammenfällt, sei natürlich sehr unglücklich, sagt Stadtsprecherin Anke Wiedow. Für das Ausweichen auf andere Hallen gibt es daher momentan wenig Spielraum. Was das für den Schulsport bedeutet, soll von Fall zu Fall entschieden werden, je nachdem, wie die Ergebnisse der Prüfungen in den noch ausstehenden Hallen ausfallen.

"Das Ausmaß ist ja noch nicht bekannt", so Anke Wiedow. Bis Ende der Woche soll feststehen, wo überall Decken repariert werden müssen. "Es ist denkbar, dass die Stadt Hallen von Vereinen anmietet oder alternative Sportangebote macht - etwa Eislaufen oder Schwimmen."

Die roten Markierungen stehen für die Hallen, die noch kontrolliert werden, während die schwarzen bereits gesperrt sind: