Vandalismus an Dortmunder Schulen nimmt drastisch zu

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Von 2008 bis 2011 summierten sich an Dortmunds Schulen Vandalismusschäden auf satte 1,46 Millionen Euro. Die Schulen sind dabei zum Eigenschutz verpflichtet: Sie sollen bis Oktober „Selbstverpflichtungskonzepte“ entwickeln.

Dortmund.. Gegen die Zerstörungswut, die an und in den Schulgebäuden ausgelassen wird, ist kein Kraut gewachsen. Und das wird vorläufig auch so bleiben.

Dabei fallen die Schäden durch Zerstörungen und Einbrüche durchaus ins Gewicht. Laut Verwaltung hat die Stadt in den letzten fünf Jahren unterm Strich knapp 26 Millionen Euro für die Instandhaltung der baulichen Schullandschaft in die Hand genommen. Davon gingen allein 1,46 Mio Euro für die Beseitigung von Vandalismusschäden und weitere 150.000 Euro für die Reparatur von Einbruchsschäden drauf. Früher war alles besser? Von wegen. Allein in den drei Jahren von 2005 bis 2007 hatte es 1,56 Mio bzw. 191.000 Euro gekostet, Zerstörungs- und Einbruchsschäden zu beseitigen.

Wie keine andere Schule hat die Gesamtschule Scharnhorst (gefolgt vom Schulzentrum an der Schweizer Allee) unter massiven Attacken zu leiden. Daher führt der Stadtbezirk Scharnhorst - mit 370.000 Euro von 2008 bis 2011 - die Tabelle der Bezirke mit dem höchsten Beseitigungsaufwand einsam an - mit Abstand folgen Brackel (224.000 Euro), Aplerbeck (206.000) und Innenstadt-Nord (184.000).

Ein Patentrezept gibt es nicht

Bei der Verabschiedung des Haushalts für 2012 hatte der Rat im letzten Dezember die Verwaltung damit beauftragt, ein Bündel von präventiven und repressiven Gegenmaßnahmen vorzuschlagen. Ziel ist es, die Aufwendungen für die Schadensbehebung möglichst zu vermeiden. Und mindestens die CDU-Fraktion glaubt, dass es sich an sauberen, unbeschädigten Schulen sicherer anfühlt und es sich leichter lernen und lehren lässt.

Die Fachleute wurden sich inzwischen einig: Ein Patentrezept gibt es nicht. An jedem besonders betroffenen Schulstandort müssten die Ursachen von Vandalismus analysiert und daraus individuelle Konzepte erarbeitet werden. Wie die Schulleiter versichern, entstehe der überaus größte Teil der Vandalismusschäden außerhalb der Öffnungszeiten. Besonders gefährdet seien Schulzentren, wo - mit der Nachbarschaft, die ein Auge haben könnte - auch die soziale Kontrolle fehle.

Alle Schulen sollen bis Oktober „Selbstverpflichtungskonzepte“ zur Vermeidung bzw. Eindämmung von Zerstörungen erarbeiten.

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