Urteil gegen Maries Todesfahrer ist rechtskräftig

Der tragische Unfalltod der 18-jährigen Dortmunderin Marie Wagner in Nürnberg beschäftigt nicht länger die Justiz. Wenige Tage vor einem Berufungsprozess haben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der 27-jährige Todesfahrer ihre Einsprüche zurückgezogen. Die Familie ist erleichtert.

Dortmund.. Ein Jahr nach einem tödlichen Raser-Unfall auf einer alten NS-Aufmarschstrecke in Nürnberg ist das Urteil gegen den Autofahrer rechtskräftig. Verteidigung und Staatsanwaltschaft zogen ihre Berufung zurück, wie ein Justizsprecher am Dienstag mitteilte. Das Urteil des Amtsgerichts Nürnberg vom Dezember 2014 ist damit rechtskräftig. Es hatte den 27-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.

"Damit orientiert sich das Urteil an der möglichen Höchststrafe. Mehr als vier Jahre ist für ein Amtsgericht nicht möglich", sagte Gerichtssprecher Dr. Michael Hammer auf Nachfrage. Für die Justiz sei der Fall damit abgeschlossen. "Wir haben die Nachricht heute Mittag mit großer Freude zur Kenntnis genommen", sagte Claudia Wagner, Maries Mutter, im Gespräch mit unserer Redaktion. "Von der Familie wird damit eine sehr große Last genommen."

Der betrunkene Mann fuhr im Juni 2014 auf der Großen Straße - einem Teil des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes - die 18 Jahre alte Inline-Skaterin tödlich an. Er war mit seinem fast 300 PS starken Auto bis zu knapp 130 Stundenkilometer unterwegs. Als Konsequenz aus dem Unfall wurde auf der Straße eine Tempo-30-Zone eingerichtet.

mit dpa-Material

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