Unveränderlich: Neue Semesterticket-Preise stehen fest

Im Gespräch zwischen Vertretern des Verkehrsbunds Rhein-Ruhr (VRR) und Studenten über die Preiserhöhung des Semestertickets gibt es noch immer keine Einigung. Luis Jos Castrillo, Vorstandsmitglied des VRR, hat mit Studenten der TU und FH diskutiert. Wir waren dabei.

DORTMUND. Zur Vorgeschichte: Der VRR hat vor einigen Wochen 34 Hochschulen im VRR-Gebiet, auch der FH und der Technischen Universität Dortmund (TU), das Semesterticket gekündigt und einen neuen Vertrag mit erhöhten Preisen vorgelegt. Das Semesterticket soll im neuen Vertrag, zusätzlich zur Erhöhung aller Ticketpreise, 12 Euro teurer werden - das entspricht einer Preiserhöhung von 2 Euro pro Monat. In den folgenden vier Jahren wird das Ticket pro Semester 45 Cent teurer werden.

Im Vergleich das günstigste

Castrillo bestätigte, dass es keinen neuen Vertragsentwurf geben werde, appellierte jedoch an die Studierendenschaft: "Trotz Preiserhöhung ist das Semesterticket des VRR immer noch ein gutes Angebot und als Solidarmodell im bundesweiten Vergleich das günstigste."

Die Preiserhöhung setze sich aus einer allgemeinen Erhöhung der Fahrpreise sowie einer tariflichen Anpassung an andere Auszubildenden-Tickets zusammen. "Hier ist eine Preisschere zwischen zwei Tarifen entstanden, die wir aufgrund sozialer Gerechtigkeit ausgleichen wollen", so Castrillo.

Des weiteren decke der VRR seine Kosten durch Endnutzer nur um 33 Prozent, die Studenten müssen zahlen. Dem VRR seien durch die Haushaltslage des Landes politisch die Hände gebunden. An dem Vertrag sei nicht mehr zu rütteln.

  • Das Semesterticket hat in diesem Jahr insgesamt 156,16 Euro gekostet hat.
  • Zum Wintersemester 2015/2016 wird der Preis über 6 Monate um 2 Euro angehoben.
  • Der Preis beträgt dann nach allen Erhöhungen im Wintersemester 2019/2020etwa mindestens 212 Euro.

Jean-Pierre Fellmer