Unfall bei illegalem Rennen in Dortmund – Ein Raser flüchtet

Thomas Thiel
Bei dem Unfall ist einer der Raser mit seinem BMW vor einen einen Baum gekracht.
Bei dem Unfall ist einer der Raser mit seinem BMW vor einen einen Baum gekracht.
Foto: Rene Werner
Totalschaden: Ein Fahranfänger (18) ist Samstagnacht auf dem Dortmunder Ostwall vor einen Baum gekracht. Die Umstände sprechen für ein illegales Rennen.

Dortmund. Schlimmes Ende einer Nachtfahrt auf dem Ostwall: Zwei junge Männer aus Hagen sind in der Nacht zu Samstag mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum geprallt. Der 18- und der 17-Jährige wurden schwer verletzt – ihr weißer BMW erleidet Totalschaden. Ein riskantes Manöver eines anderen Autos hatte den schweren Unfall ausgelöst.

Lieferte sich Fahranfänger Rennen mit 21-Jährigem?

Alle Informationen sprechen dafür, dass sich die beiden Insassen des verunglückten BMW gegen 2.10 Uhr ein illegales Rennen mit einem Audi-Fahrer (21) geliefert haben, der auch aus Hagen kommt. Laut Polizei waren beide Wagen mit "überhöhter Geschwindigkeit" unterwegs. Der Wall ist sehr beliebt in der Raserszene. Außerdem deuten das Alter der Beteiligten, ihre Fahrweise und der Unfallhergang ganz klar auf ein Rennen hin.

Ausgelöst wurde der folgenschwere Zusammenprall des BMW mit dem Baum laut Leitstelle der Polizei durch ein riskantes Manöver des 21-Jährigen: Er wechselte mit seinem Audi unmittelbar vor dem BMW den Fahrstreifen. Dadurch wurde der 18 Jahre alte Fahrer zu einem Ausweichmanöver gezwungen. Er kam von der Straße ab und fuhr fast ungebremst gegen einen Baum.

Der 18-Jährige und sein 17 Jahre alter Beifahrer wurden bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Der 21-Jährige fuhr mit seinem Audi einfach weiter. Doch etwas zog ihn zurück zum Unfallort: Als er kurz später die Unfallstelle auf der Gegenfahrbahn passieren wollte, erkannten Zeugen seinen Wagen wieder. Die Polizei hielt ihn an. Zum Unfall habe er nicht viel sagen wollen, so die Polizei. Er musste seinen Führerschein abgeben. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Audi-Fahrer kurz später von Polizei gestoppt

Der Dortmunder Wall ist schon lange bekannt als Raserstrecke. Auf der mehrspurigen Ringstraße kommt es immer wieder zu illegalen Autorennen. Auch wiederholte Anti-Raser-Großkontrollen der Polizei konnten das bisher ändern.