Umbau des Naturkundemuseums dauert länger

Freunde des Naturkundemuseums müssen wohl länger als geplant auf die Wiedereröffnung "ihres" Museums warten. Eine Eröffnung des neu konzipierten und seit gut einem Jahr geschlossenen Museums im Herbst 2016 erscheint eher unwahrscheinlich. Angepeilt wird jetzt das Jahr 2017. Doch beim Umbau gibt es deutliche Fortschritte.

Dortmund. Im Rahmen des 7,3 Millionen Euro teuren Umbaus bekommt das 1980 eröffnete Naturkundemuseum einen Anbau. Er soll einen repräsentativen Eingangsbereich mit Caf bilden und vor allem einen barrierefreien Zugang zum Museum gewährleisten. Bislang war der Eingang nur über eine lange Freitreppe zu erreichen.

Über dem Anbau schwebte gestern der Richtkranz. Und auch im Innern des Museums ist inzwischen Rohbau-Standard erreicht. Nachdem die knapp 3000 Exponate des Hauses ausgelagert worden waren, wurde das alte Museumsgebäude bis auf den Raum mit dem schon 2012 erneuerten Aquarium fast komplett entkernt. Übrig geblieben sind die freigelegten Decken und nackten Wände.

Neu konzipierte Museumsschau

Auf dem Fußboden sind allerdings auch schon die Standplätze der künftigen Ausstellungsstücke markiert. Und die werden künftig ganz anders präsentiert als in der alten Museumsschau. "Es wird interaktiv und zum Anfassen", verspricht Dr. Jan Michael Ilger, Geowissenschaftler im Naturkundemuseum. Inhaltlich konzentriert man sich auf die Biologie, Geologie und Naturgeschichte der Region.

Neuer "Star" in der Museumsschau ist ein großes Mammutskelett, das mit finanzieller Hilfe der Sparkasse neu angeschafft wurde. Erhalten bleibt aber auch die Dinosaurier-Skulptur im Atrium des Museums. Sie ist zur Zeit unter dichten Kunststoff-Planen verborgen, um den Umbau unbeschadet überstehen zu können.

Und der dauert möglicherweise länger als geplant. Die angestrebte Wiedereröffnung im Herbst 2016 nach dann zwei Jahren Schließungszeit erscheint eher unwahrscheinlich, deutete Museumsleiterin Dr. Elke Möllmann an. 2017 erscheint nun das realistischere Ziel.

Oliver Volmerich