Umbau der Stadtbahn-Haltestellen an der B1 kommt in Sicht

Treppen, zu steile Rampen, zu niedrige Bahnsteige - an den meisten Stadtbahn-Haltestellen an der B1 gibt es unüberwindbare Hindernisse für Behinderte, gehbehinderte Senioren oder Eltern mit Kinderwagen. Doch nach Jahren des Stillstands ist nun zumindest langfristig Abhilfe in Sicht. Eine Idee der Stadt hätte große Auswirkungen auf den Straßenverkehr.

Dortmund.. Mit Ausnahme der Haltestelle Voßkuhle sind die oberirdischen Haltestellen der Linie U 47 in der Mittellage der B 1 nur über Fußgängerbrücken und Treppen erreichbar. Und auch die zu niedrigen Bahnsteige verhindern einen barrierefreien Einstieg in die U 47.

Weil der B1-Tunnel, mit dem der Haltestellen-Umbau bislang verknüpft war, noch sehr lange auf sich warten lässt, hatte der Verwaltungsvorstand schon 2012 ein Umgestaltungskonzept in Auftrag gegeben. Jetzt nähert sich die gemeinsame Arbeit von Experten mehrerer Stadtämter und der Stadtwerke (DSW 21) dem Ende zu.

Wiederbelebung einer Fußgängerampel nicht ausgeschlossen

Eine einheitliche Lösung für alle betroffenen Haltestellen wird das Konzept nicht liefern, deutet Tiefbauamts-Leiterin Sylvia Uehlendahl an. Einige Fußgängerbrücken, die ohnehin in die Jahre gekommen sind, müssen wohl neu gebaut und mit Rampen versehen werden, die mit Rollstuhl oder Rollator bewältigt werden können. Wahlweise sollen Fahrstühle gebaut werden.

Und auch die Wiederbelebung der Fußgängerampel an der Lübkestraße als ebenerdiger Zugang zur dortigen Haltestelle ist nicht ausgeschlossen. Mit Blick auf die nötigen Fördermittel müsse man wirtschaftliche Lösungen präsentieren, erläutert Sylvia Uehlendahl.

Fünf Jahre bis Baubeginn

Allerdings werden bis zur Realisierung des Umbaus noch einige Jahre vergehen. Wenn die Politik für das Grundsatz-Konzept grünes Licht gibt, muss die Genehmigungsplanung erarbeitet und der Finanzierungsantrag beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gestellt werden.

Nach der Genehmigung folgen Ausführungsplanung und Ausschreibung. "Läuft alles normal, dürfte es etwa fünf Jahre dauern, bis tatsächlich gebaut werden kann", erklärt die Tiefbauamts-Chefin. "Wir bemühen uns aber gemeinsam mit DSW21, das ganze Verfahren zu beschleunigen."

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