Über sieben Brücken musst Du gehen

Foto: NRW.URBAN GmbH & Co. KG

Dortmund. „Über sieben Brücken musst Du gehen”, wenn Du das Phoenix-Gelände erreichen willst. Das ehemalige Hoesch-Gelände soll durch eine Vielzahl neuer Brücken erschlossen werden.

Im Wesentlichen riegelt die Emscher als tiefer Graben die einst hermetisch abgeschottete Hoesch-Fläche ab: „Terra incognita” zwischen Hörde und Rombergpark. Inzwischen hat sich dort viel getan. Und das soll auch Besucher anziehen. In diesem Jahr werden vier Brücken fertig. Das Bauschild steht, die Bagger rollen an.

Franz Große-Kreul von NRW-Urban (ehemals LEG Entwicklung) ist die Freude über den lang ersehnten Baustart anzumerken. Seit 2001 sind die Pläne - weitgehend - bekannt. Jetzt geht's an die Umsetzung.

„Auch der städtische Anteil ist gedeckt”

„Die Gelder sind bewilligt”, berichtet Große-Kreul. „Es sind Zuwendungen von Land und EU sowie ein städtischer Anteil. „Auch der städtische Anteil ist gedeckt.” Die Haushaltssperre betreffe Phoenix West nicht. „Die Brücken sind finanziert”, versichert der Sprecher.

„Da die Geschichte des Ortes traditionell durch das Material Stahl geprägt ist, liegt es nahe, dieses auch für alle Brückenbauwerke zu verwenden”, heißt es in der Projektbeschreibung. Insgesamt sollen alle Bauwerke filigran wirken. Benutzer werden Fußgänger und Radfahrer sein, die zwischen Westfalenpark und Phoenix West sowie zwischen Hörde und Rombergpark unterwegs sein wollen.

Im Einzelnen handelt es sich um die Brücken an der Fassstraße, Semerteichstraße, Emschersteg Ost (Nähe Viadukt-Ruine), Emschersteg West (Nähe B 54) und - ganz neu geplant das Brückenbauwerk „Porta Westfalica” an der Kluse. Letztere Brücke wird erst im nächsten Jahr gebaut. Vermutlich ins Jahr 2012 wird sich der Bau der aufwändigsten Brücke ziehen, die dann das Phoenix-Areal mit dem Rombergpark am Gut Brünninghausen über die B 54 verbinden soll. Hiervor verspricht sich Große-Kroll eine Entspannung des Andrangs im Park an Schönwettertagen.

Das kleinste Bauwerk ist die Brücke Semerteichstraße, die mit 17 Metern Spannweite die offen liegende Stadtbahn U 41 überquert. Die 27,5 Meter lange Brücke Fassstraße soll ein gefahrloses Queren vom Phoenixsee zum Phoenix-Park ermöglichen.

Der Emschersteg Ost überquert mit 31 Metern Spannweite die Emscher nordöstlich der „Hympendahlbrücke und verbindet die beiden Emscher-Ufer. Dies macht auch der Emschersteg West mit fast 40 Metern Spannweite. Deutlich länger mit 97 Metern Spannweite wird die Brücke „Porta Westfalica”. Alle genannten Bauwerke müssten auch im Zusammenhang der Emscher-Renaturierung gesehen werden, heißt es.

 
 

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