U-Turm huldigt dem Meister mit BVB-Videos

Peter Ring
Die Installation von Adolf Winkelmann am U-Turm zeigt gerne mal schäumendes Bier. Was wird sie am Samstag zeigen? Foto: Franz Luthe
Die Installation von Adolf Winkelmann am U-Turm zeigt gerne mal schäumendes Bier. Was wird sie am Samstag zeigen? Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund. Spätestens seit seinem Film “Nordkurve“ (1993) weiß jeder, dass das Herz von Regisseur und Filmemacher Adolf Winkelmann für den Fußball schlägt. Und spätestens seit der Professor für Film und Design an der FH die Krone des U-Turms mit bewegten Bildern bespielt, weiß man, dass er den „Leuchtturm“ der Stadt künstlerisch auf höchstem Niveau zu nutzen weiß.

Heute könnten beide Leidenschaften zusammenfallen: Wenn der BVB vorzeitig den Meistertitel holen sollte, dürfen sich die Dortmunder auf ein ungewöhnliches Film-Ereignis auch auf dem U-Turm freuen.

Alles ist akribisch vorbereitet: Wenn Leverkusen verlieren und der BVB zuhause gewinnen sollte, brauche man nur noch auf den Knopf zu drücken. Adolf Winkelmann: „In dem Moment, in dem alles feststeht und der Schiedsrichter abfeift, wird der Turm in seiner ihm eigenen Bildsprache auf das Ereignis reagieren.“ Grundsätzlich gelte: Der U-Turm reagiere auf die Stimmung in der Stadt. Das zeige sich beim Kampf gegen Neonazis genauso wie beim Gedenken an die Opfer des Tsunami und der Atomkatastrophe in Japan, das regelmäßig mit einer Japanischen Flagge symbolisiert werde.

Winkelmann, der mit der Stadt einen Vertrag über 12 Jahre für die Videoinstallationen abgeschlossen hat und damit jegliche Form von Werbung aus künstlerischen Motiven unterbindet, will auch bei einem Erfolg des BVB nicht einfach nur ein „Hurra, wir sind Deutscher Meister!“ über die Dioden flimmern lassen. Vielmehr gehe es darum, mit künstlerischer Bildsprache die Freudengefühle der Dortmunder umzusetzen und zu spiegeln. „Wir haben wochenlang darüber nachgedacht, wie wir das machen“, sagt Winkelmann. Die Bilder für den Fall der Fälle seien nun im Kasten und warten auf den großen Tag. Warum nicht heute?