TU-Studenten entwickeln App für die WG-Finanzen

Wenn es ums Geld geht, ist das Leben in einer Wohngemeinschaft nicht immer leicht. Ob Klopapier, Putzmittel oder Kaffee: Häufig schnorrt sich einer durch, der andere muss zahlen. Zwei TU-Studenten haben deshalb die kostenlose App "Flatmate" entwickelt. Wie erklären, wie das Handyprogramm funktioniert.

DORTMUND.. Die Idee hatten zwei junge Männer der Universität Witten/Herdecke. Niklas Priddat (22) und Dennis Ortmann (30), beide studieren Wirtschaft, waren gemeinsam im Urlaub. "Uns hat die ganze Abrechnerei gestört", sagt Ortmann. Schnell hätten sie nicht mehr gewusst, wer wem was schuldet. In der Wohngemeinschaft sei das Problem das gleiche.

Also entschieden sich die beiden Studenten für eine App. Nur programmieren können sie nicht. Deshalb klopften sie an der Technischen Universität nebenan in Dortmund an.Patrick Schramowski (24) und David Reher (25), Informatik-Studenten, können das mit dem Programmieren. Zusammen tüftelten die vier jungen Männer das passende Programm zu der Idee aus.

Ausgaben in der App hinzufügen

Seit August gibt’s "Flatmate".Die App funktioniert ziemlich simpel.Jede Wohngemeinschaft bekommt in der App eine Gruppe. Dann kann jeder, der etwas gekauft hat, die Ausgabe hinzufügen. Angegeben wird, was gekauft wurde, wie viel es gekostet hat, wer es bezahlt hat und wer davon profitiert.

Die App merkt sich alle Ausgaben, gibt eine Übersicht, für was besonders viel Geld ausgegeben wird und wer wie viel bekommt. Außerdem besteht die Möglichkeit abzurechnen - sodass die Zähler wieder auf null gesetzt werden.Demnächst soll die App noch eine interaktive Einkaufsliste bekommen.

App für Urlaubs- und Gruppen-Ausgaben geplant

Demnächst soll die Idee auch noch in anderen Bereichen eingesetzt werden: Das Urlaubs-Problem wird aufgegriffen. Ab Januar bieten die vier Studenten "Travelmate" an.Damit können Urlaubsfinanzen verwaltet werden. Dazu gibt’s eine Packliste, damit man auch nichts vergisst. Geplant ist auch "Bestmate", eine App für Gruppenabrechnungen zum Beispiel im Büro, beim Verein oder mit den Freunden. Damit nirgendwo mehr über Geld gestritten werden muss. "Flatmate" läuft auf iPhone und Android und wurde bereits 10.000-mal runtergeladen.Die App ist kostenlos, Nutzer müssen sich mit dem Namen und der E-Mail-Adresse registrieren."Mate Apps" nennen die vier Studenten ihr Unternehmen, das sie neben dem Studium führen.

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