TU Dortmund wird keine Elite-Uni

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Dortmund..  Die TU Dortmund ist mit ihren Anträgen zur Exzellenz-Initiative II gescheitert. Damit bleibt ihr der Zugang zu insgesamt 2,7 Milliarden Euro Fördergeld verwehrt.

Die TU hatte drei eigene Anträge. Das „Exzellenzcluster Product Property Prediction“ zielte auf eine Verbesserung der Produktionstechnik, während der Exzellenzcluster „Data Volume Driven Science“ sich der Verarbeitung großer Datenmengen widmete. Die Graduiertenschule „Synchrotron Radiation-Based Research“ sollte Doktoranden in der Forschung mit hochintensiver Röntgenstrahlung ausbilden.

„Es gab große Konkurrenz in diesem Wettbewerb“, reagierte die TU in einer ersten Stellungnahme. „Wir sind natürlich tief enttäuscht, dass unsere Skizzen nicht die Aufforderung zum Vollantrag erhalten haben“, so Sprecher Ole Lünnemann. An einer Kritik am Vergabeverfahren wolle sich die TU nicht beteiligen.

Bochum und Köln hoffen

Für andere NRW-Hochschulen gab es hingegen einen Etappenerfolg: Die Universitäten in Bochum und Köln können sich weiter Hoffnungen auf einen Elitestatus machen. Die Gemeinsame Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates wählte die Bewerbungen der beiden Hochschulen gemeinsam mit fünf weiteren Anträgen in die nächste Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, wie die DFG am Mittwoch in Bonn mitteilte. Für Münster, Bonn und Bielefeld ist der Traum von der Eliteuni hingegen vorbei.

Insgesamt hatten sich 22 Hochschulen mit einem sogenannten Zukunftskonzept um den Titel einer Eliteuniversität beworben. Dieser Titel ist mit üppigen Fördergeldern des Bundes und der Länder verbunden. Insgesamt stehen zur Stärkung der universitären Spitzenforschung in Deutschland von November 2012 an 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung, die über fünf Jahre ausgezahlt werden sollen. Dieses Geld geht jedoch nicht nur an die Elitehochschulen, sondern auch an bestimmte Graduiertenschulen und Exzellenzcluster, die ebenfalls von DFG und Wissenschaftsrat ausgewählt werden.

Acht Unis in NRW hoffen auf Fördergelder

Neben Bochum und Köln dürfen damit noch sechs weitere Universitäten aus NRW auf Fördergelder hoffen. Die Hochschulen in Aachen, Bielefeld, Bonn, Düsseldorf, Münster und Paderborn schafften es mit ihren Bewerbungen für Graduiertenschulen und Exzellenzcluster ebenfalls in die nächste Runde.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) sprach von einem tollen Erfolg. Auch die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Ruth Seidl, gratulierte den Universitäten. Zugleich mahnte sie jedoch: „Bei aller Exzellenz darf nicht aus dem Blick geraten, dass Lehre und Forschung generell an allen Hochschulen auf einem hohen Niveau stattfinden müssen.“ Dazu bedürfe es weiterhin der tatkräftigen Förderung durch Land und Bund.

227 Bewerbungen

Deutschlandweit hatten 64 Universitäten 227 Bewerbungen im Exzellenzwettbewerb eingereicht. 59 Projekte an 32 Universitäten schafften es in die nächste Runde. Alle Projekte haben nun bis zum 1. September Zeit, ausführliche Förderanträge zu stellen. Welche Projekte letztlich gefördert werden, soll am 15. Juni kommenden Jahres feststehen.

In einer ersten Phase der Exzellenzinitiative werden seit 2006 beziehungsweise 2007 bereits 85 Einrichtungen, darunter 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und neun universitäre Zukunftskonzepte, gefördert. (mit dapd)

 
 

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