TU Dortmund bald mit 30.000 Studierenden

Über einen Mangel an Studierenden kann sich die TU Dortmund derzeit nicht beklagen.
Über einen Mangel an Studierenden kann sich die TU Dortmund derzeit nicht beklagen.
Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund. Die Technische Universität (TU) darf sich seit Jahren über stetig wachsende Studentenzahlen freuen. Der (politisch gewollte) Trend der jungen Generation zur Hochschulbildung sprengt dabei alle Erwartungen. Und vor allem: Er vollzieht sich rasant. Vor sechs Jahren studierten an Dortmunds Uni gerade einmal 21.827 angehende Akademiker. Im aktuellen Wintersemester dagegen haben sich 29.800 Studierende an der TU eingeschrieben - so viele wie noch nie.

Gegenüber dem Wintersemester 2006/07 wuchs die Zahl der Studenten auf dem Campus damit um satte 36 Prozent. Selbst im Vergleich mit den Jahren vor der Einführung von Studiengebühren für Langzeitstudenten - vor neun Jahren führte dieser Schritt an fast allen Hochschulen zu einer Bereinigung der Studierendenzahlen - ist der Anstieg immer noch beeindruckend.

Doppelter Abijahrgang kommt 2013

Rekordverdächtig ist auch die Zahl der Erstsemester in diesem Herbst. Dabei wird der Scheitelpunkt der Studentenflut an den Hochschulen in NRW eigentlich erst in einem Jahr erwartet. Dann nämlich verlässt der doppelte Abi-Jahrgang die Schulen. Doch mit den aktuell 6900 Neueinschreibungen hat die TU bereits jetzt die für 2013 prognostizierten Zahlen weit übertroffen. Gut möglich also, dass in einem Jahr deutlich über 30.000 Studierende den Campus bevölkern. Überfüllte Hörsäle und Seminare am frühen Morgen oder späten Abend können - trotz der zusätzlich geplanten Gebäude - wohl nicht ausgeschlossen werden.

Mit Prognosen hält sich die TU allerdings derzeit bedeckt. Noch gehe man für das Studienjahr 2013/14 wie im Hochschulpakt vereinbart von 5400 Studienanfänger aus, hieß es gestern auf WAZ-Nachfrage. Und wer studiert was an Dortmunds Uni? Die meisten Studierenden - 60 Prozent - sind in Ingenieur- und Naturwissenschaften eingeschrieben. Immerhin 27 Prozent sind angehende Lehrer, die sich auf insgesamt 228 Lehramtsstudiengänge (im Masterstudiengang Lehramt zählt jede Fachbelegung als Studiengang) verteilen.

 
 

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