Totgesagte leben länger

Dortmund. Das Projekt am Rombergpark war schon so gut wie tot. Zu lange hatte Entwickler Marios Tampris versprochen - und nichts gehalten. Jetzt auf der Zielgeraden hat er allerdings ein Ass aus dem Ärmel gezogen, das eine völlig neue Bewertung des Bauvorhabens verdient. Es ist ein genialer Schachzeug, das renommierte Architekturbüro Prof. Coersmeier ins Boot geholt zu haben. Das könnte der Rettungsanker für das Investitionsvorhaben sein.

Auch wenn Tampris mit seinen Projekten im Schwarzwald grandios gescheitert ist, kann man den Misserfolg mit den Pleite gegangenen Kurkliniken nicht eins zu eins auf das Dortmunder Vorhaben übertragen.

Tampris ist nun in Vorleistung getreten, hat einen seriösen Architekten gerufen, hat offenbar auch die Investoren an der Hand, die hier einsteigen würden und er hat, wenn es stimmt, was Coersmeier beteuert, Finanzierungszusagen von Bankenseite. Also, die Karten sind neu gemischt. Die Reha-Klinik war gestern, es lebe die Bäderwelt mit ihren Naturhotels.

Tampris wäre gut beraten, jetzt schnellstmöglich die Finanzierungssicherheit nachzuweisen, um weitere schädliche Spekulationen zu vermeiden. Dann sollte sachlich über das Projekt debattiert und gegebenenfalls nachgebessert werden. Damit wäre auch die Stadt gut beraten, denn sie hat keinen zweiten Investor für das Projekt.

 
 

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