Tödlicher Unfall in Dortmund: Ersthelfer spricht über dramatische Erlebnisse – „Von da an war alles vorbei bei mir“

Dortmund in NRW: Frau stirbt bei schwerem Unfall.
Dortmund in NRW: Frau stirbt bei schwerem Unfall.
Foto: Feuerwehr Dortmund

Eine 69 Jahre alte Frau aus Bochum ist Anfang August nach einem Verkehrsunfall in Dortmund ums Leben gekommen. Die Frau starb kurz nach dem Unfall auf der Brackeler Straße im Krankenhaus.

Nun erzählt ein Ersthelfer gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ seine Erlebnisse in den Minuten nach dem tödlichen Crash. Dominik Möller (35) war selbst auf der Brackeler Straße in Dortmund unterwegs. Im Auto saßen seine Frau und seine beiden Söhne (2 und 7).

Nachdem der Dortmunder den Unfall bemerkt hatte, handelte er blitzschnell und voll automatisch. „In dem Augenblick ist sofort ein Mechanismus losgegangen“, erzählt er der Zeitung. Andere fahren an dem Unfallort vorbei.

Dortmund: Frau im Auto eingeklemmt – Dortmunder leistet ihr Beistand

Der 35-Jährige ist selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr am Dortmunder Flughafen. Als er bei dem Unfallauto der 69-Jährigen ankommt, versucht er sich Zugang zu ihr zu verschaffen. Die Fahrertür klemmte, aber er sah, dass die Frau noch lebte, wie er den „Ruhr Nachrichten“ erzählt.

Als sie wegzukippen droht, geht er auf die andere Seite des Autos und steigt auf der Beifahrerseite ein. Er setzt sich neben die lebensgefährlich verletzte Bochumerin, redet ihr zu und versucht sie zu beruhigen.

Sie wird den Tag nicht überleben. Dominik Möller erfährt es erst am nächsten Tag. Die Worte seines Sohnes (7) an diesem Abend erschüttern ihn: „Papa, wenn wir das gewesen wären in dem anderen Auto, dann wären wir jetzt tot.“

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Unfassbares Verhalten von anderen Autofahrern

„Von da an war alles vorbei bei mir“, beschreibt der Vater seine Reaktion. Der Dortmunder nimmt Kontakt zur psychosozialen Unterstützungsstelle der Feuerwehr Dortmund auf. Dort verarbeitet er das Erlebte in Gesprächen. Es hilft.

Dominik Möller möchte nicht als Held dargestellt werden, sagt er den „Ruhr Nachrichten“. Er macht auch anderen Autofahrern keine Vorwürfe, die einfach weitergefahren sind.

Wütend macht ihn jedoch die Aktion eines Autofahrers, der in der Rettungsgasse gewendet ist, um dem Stau zu entgehen (Mehr dazu hier >>>). Ebenfalls entsetzlich sei das Verhalten einer Frau gewesen, die vom Stauende zur Unfallstelle gelaufen ist, um ein Video zu drehen. (jg)

 
 

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