Tiefgarage am Rathaus soll 2016 saniert werden

Die Tiefgarage unter dem Rathaus soll saniert werden. Das Bild zeigt die Einfahrt an der Hansastraße.
Die Tiefgarage unter dem Rathaus soll saniert werden. Das Bild zeigt die Einfahrt an der Hansastraße.
Foto: MMDO
Der Parkplatzbetreiber SBB will Anfang 2016 mit der Sanierung der Tiefgarage unter dem Rathaus beginnen. Die Anlage könnte für dann rund drei Monate komplett gesperrt werden - und die Kosten haben sich verdoppelt.

Dortmund.. Salzhaltiges Tauwasser, das im Winter von den parkenden Autos getropft war, hatte die Betondecken der 30 Jahre alten Tiefgarage porös werden lassen. Ein Abschnitt mit 24 Stellplätzen ist bereits seit langem gesperrt. "Dort sind Betonteile von der Decke gefallen", sagt SBB-Prokurist Jürgen Knepper. Insgesamt hat die Anlage 594 Stellplätze.

Dortmund von unten Anfang 2016 nun will Parkhausbetreiber SBB die Sanierung starten. Offen ist noch die Vorgehensweise: Im Falle einer Teilsperrung der Anlage könnten sich die Arbeiten sechs bis sieben Monate ziehen. "Im Falle einer Komplettsperrung könnten wir innerhalb von zwei bis drei Monaten fertig sein", sagt Knepper.

Kosten haben sich verdoppelt

Hatte SBB-Geschäftsführer Simon Kinz die Kosten anfangs auf grob eine Million Euro geschätzt, liegt SBB nun bei 1,95 Millionen Euro. An dieser Stelle kommt die Stadt ins Spiel. Denn die Tiefgarage unterm Rathaus gehört SBB. Sie ist aber von der Stadt gemietet und anschließend an SBB zurückverpachtet worden. Daher werden die Sanierungskosten anteilig auf die Stadt umgelegt.

Jetzt schlagen die städtischen Liegenschaftler dem Rat vor, die 2025 auslaufenden Verträge mit SBB vorzeitig um weitere neun Jahre und acht Monate bis 2034 zu verlängern. In dem Fall würde sich die von der Stadt zu zahlende Miete ab Sanierungsbeginn 2016 um 96 500 Euro pro Jahr erhöhen.

Parkpreise sollen nicht steigen

Entscheidet sich der Rat gegen eine Vertragsverlängerung, würde die Tiefgarage natürlich dennoch saniert. Dann allerdings steigen die Mehrkosten für die Stadt ab 2016 auf 197.000 Euro im Jahr - und 2025 ginge die Anlage ohne Entschädigung ins Eigentum der Stadt über. Und die Parkpreise für die Nutzer? "Die Sanierung hat auf die Preise keine Auswirkung", sagt SBB-Prokurist Knepper.

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