Thier-Galerie liegt ganz entspannt im Zeitplan

Knapp vier Monate vor der angekündigten Eröffnung im September sind die Ausbauarbeiten in der Thier-Galerie am 20.05.2011 in vollem Gange. Fotos: Helmuth Voßgraff (WAZ FotoPool)
Knapp vier Monate vor der angekündigten Eröffnung im September sind die Ausbauarbeiten in der Thier-Galerie am 20.05.2011 in vollem Gange. Fotos: Helmuth Voßgraff (WAZ FotoPool)
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.. Auf den meisten Bodenflächen ist der Jura-Marmor schon verlegt. Damit ihm die Baumaschinen nichts anhaben können, wird er abgedeckt mit schützenden Platten. In zwei bis drei Wochen, schätzt Alexander Crüsemann, Center-Manager der ECE Thier-Galerie in Dortmund, dürften die letzten (unteren) Gerüste vor dem Berlet-Haus am Westenhellweg fallen.

Zwar fehlen an der Dortmunder Thier-Galerie von ECE noch die letzten Scheiben im Eingangsbereich (aus Sicherheitsgründen), aber dass Rene Lazard und Starbucks rechts und links vom Eingang zum Westenhellwegs ihre Shops öffnen werden, sei sicher.

Center-Manager Alexander Crüsemann ist zufrieden. Obwohl ein Heer von Handwerkern auf dem Bau herumwieselt, könne man von Hektik nicht reden: „Wir können ganz entspannt der Eröffnung am 15. September entgegen sehen. Die Vorbereitungen für die Gala, die am Abend des 14. September für geladene Gäste stattfindet, ist so gut wie komplett geplant.“ Man suche nur noch wenige von den 150 Mietern, die das Center beleben sollen.

Ein Großteil der Decke ist abgehängt: Versorgungsleitungen unter den Betondecken verschwinden langsam dahinter. Es seien bereits eine ganze Reihe von Läden an die Mieter übergeben worden. Auch der Hauptmieter Primark hat die knapp 6000 angemieteten Quadratmeter schon erhalten - und kann jetzt in aller Ruhe an den Innenausbau gehen.

So wie schon bei den bisherigen Arbeiten, soll auch der Innenausbau der vielen Läden in einem geordneten Zeitplan geschehen, der verhindert, dass sich Handwerker gegenseitig behindern.

Keine Dauerparkplätze

Nicht unbedingt ein Zufall sei es, so Crüsemann, dass die äußeren Treppenverblendungen im Center in schwarz gehalten sind und vor goldgelber Wandkulissen in die Höhe - zum Parkdeck - führen. Die meisterliche Farbkombination sei mit Bedacht gewählt. Im Rohbau, der das ehemalige Berlethaus mit dem Galerie-Komplex zwischen Silberstraße und Hiltropwall verbindet, haben die Rolltreppen goldfarbene Außenblenden.

Auf dem Dach der ECE Thier-Galerie laufen in den nächsten Wochen bereits die Arbeiten an, um die Ausschilderung für 750 Parkplätze zu erledigen. Es gebe einige Anfragen von Anliegern, die gerne einen Dauerparkplatz im Center gemietet hätten. Crüsemann: „Wir haben denen abgesagt. Wir wollen alle Parkplätze für Besucher frei halten.“

Karstadt-Brücke bleibt

Als einigermaßen sicher gilt übrigens unterdessen, dass die beiden verbliebenen Dortmunder Karstadthäuser zumindest auf dem Papier künftig getrennte Wege gehen. Nach dem Beschluss des Aufsichtsrates des Essener Warenhaus-Konzerns sollen Warenhäuser, Sporthäuser und Premium-Häuser als drei rechtlich eigenständige Sparten unter dem Karstadt-Dach geführt werden. Davon ist Dortmund mit seinen zwei Häusern am Alten Markt (Sport) und dem Haupthaus am Westenhellweg betroffen.

Unklar ist, ob es auch zu einer sichtbaren Trennung kommen wird. Denn nach der Auflösung des Karstadt- Technikhauses an der Kampstraße ist die Spielzeugabteilung nun im 3. Obergeschoss des Sporthauses untergebracht. Derzeit gibt es auch nur einen Geschäftsführer für beide Häuser. Neue Probleme sieht zumindest die Mitarbeitervertretung nicht auf die Dortmunder Filialen zukommen. „Wahrscheinlich wird sich nicht viel ändern“, so Betriebsratsmitglied Udo Halsband: „Die Brücke zwischen den Häusern am Alten Markt werden wir sicher nicht abreißen.“

 
 

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