Thier-Galerie – Fluch oder Segen für Dortmund?

Die Händler in der Dortmunder City bewerten die Auswirkungen des Neuzugangs Thier-Galerie positiv.
Die Händler in der Dortmunder City bewerten die Auswirkungen des Neuzugangs Thier-Galerie positiv.
Foto: Ralf Rottmann
Die Thiergalerie – Fluch oder Segen für den City-Handel? Nimmt man das Meinungsbild einer (nicht repräsentativen) Umfrage der WR am Westen- und Ostenhellweg, so werden mehr als drei Monate nach Eröffnung des neuen Centers positive Veränderungen durch den Neuzugang in den Vordergrund gestellt.

Dortmund.. Die Händler in der Dortmunder City bewerten die Auswirkungen des Neuzugangs Thier-Galerie positiv. So sehen die Inhaber von Fachgeschäften am Westenhellweg vor allem eine Chance in den deutlich erhöhten Käuferströmen, die seit der Eröffnung der Thiergalerie den Hellweg bevölkern. Auch, wenn sich das bisher nicht in größeren Umsatzsteigerungen darstellt.

„Die Frequenz bei unseren Kunden hat sich bisher nur minimal erhöht, aber der Kundenlauf hat sich am oberen Westenhellweg sichtbar verstärkt“, so Matthias Hilgering von der gleichnamigen Weinhandlung. Zwar gingen die meisten Leute gleich durch zur Thiergalerie – aber, man muss abwarten, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt.“

„Positiv ist das neue Center auf alle Fälle“, urteilt man im gegenüberliegend Bettenhaus Hutt. „Es sind mehr Menschen unterwegs, allerdings auffallend viel junge“, beobachtet Inhaber Heiko Hutt. „Wichtig für uns ist, dass man wahrgenommen wird und die Kunden sich an uns erinnern.“ Erst im Frühjahr werde man sehen, ob auch andere Geschäfte vom Zulauf für die Thiergalerie profitieren.

Bereicherung für die Stadt

Für Kirsten Bauer, Chefin des Schmuckgeschäftes Freund & Bauer am Westenhellweg ist „die Thiergalerie auf jeden Fall eine Bereicherung für die Stadt“. Auch sie findet es schön, dass mehr Käufer in die City kommen. „Auf unser Geschäft wirkt sich das allerdings weder positiv noch negativ aus. Wir haben mit unserem speziellen Angebot keine direkte Konkurrenz in dem Center.“

Auch C & A, das einzige verbliebene große Kaufhaus am Ostenhellweg sieht bisher keinen Grund zur Klage. „Die Thiergalerie hat eindeutig zur Belebung in der Innenstadt beigetragen“, meint Filialleiter Thomas Rohlmann. „Allerdings bekommt der Westenhellweg davon mehr ab, nur ein Teil geht bis zum Ostenhellweg. Die Thiergalerie würde verstärkt junges Publikum ansprechen. „Das haben wir in den ersten Wochen gespürt.“

Junge Klientel kommt zurück

Inzwischen stellt Rohlmann aber erfreut fest, „dass diese junge Klientel zurückkommt“. Insgesamt ist für ihn bisher kein negativer Trend durch den 36 000 Quadratmeter großen Konsumtempel festzustellen.

Auch Andreas Mehls, Geschäftsführer bei „Lütgenau“, sieht zurzeit keine Verschlechterungen. „Der kleine Umsatz-Durchhänger im Oktober und November war branchentypisch und bundesweit. Der Dezember lief gut.“ Seiner Ansicht nach gibt es immer noch genug Kunden, die dem Gewühl in einem großen Center den Einkauf im Fachgeschäft vorziehen.

Weniger Kunden am Ostenhellweg

Simone Erpelding, Inhaberin vom Spezialitätenladen „Zapfhahn“ stellt allerdings fest, „dass deutlich weniger Menschen über den Ostenhellweg gehen“ und warnt davor, diesen Teil des Hellwegs „abzuhängen“. „Vor allem an der Parkplatzsituation rund um den Ostenhellweg muss dringend etwas gemacht werden.“

 
 

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