Thier-Galerie bereits halb vermietet

Foto: WAZ FotoPool

Es geht voran beim Rohbau, bei der Vermietung und auch bei der Vermarktung der derzeit größten in Europa im Bau befindlichen Privat-Immobilie: dem Einkaufszentrum, dass der Projektentwickler ECE auf dem Thier-Areal errichtet.

Zaungästen wird der tägliche Einblick in den Baufortschritt langsam erschwert: Denn das ECE Einkaufszentrum wächst in die Höhe: An der Ecke Silberstraße/Hövel-straße (Baufeld I) ragen eine Parkhausspindel in den Himmel und die Teile für die Decke zur zweiten Etage werden bereits betoniert bzw. hierfür vorbereitet, so ECE-Projektleiter Thomas Dietzsch. Vor rund zehn Tagen verschwanden die letzten Keller und Basement-flächen am Berlet-Haus unter der Betondecke. Die komplette Großbaugrube ist gedeckelt. „Wir haben hier einen richtigen und geordneten Baustellentourismus”, freut sich Dietzsch über das nicht abbrechende Interesse der vielen „Sehleute”.

Der offizielle Name des Centers steht mittlerweile auch fest: Thier-Galerie. Sie soll im Herbst 2011 öffnen. Offen ist, ob das im September oder erst im November 2011 sein wird. Auch noch offen ist, wie die Öffnungszeiten sein werden. Ein ECE-Sprecher ließ kürzlich durchblicken, dass man mehrere Varianten durchtesten möchte.

Man habe bereits 50 Prozent der 33 000 qm Verkaufsflächen (davon 6000 am ehemaligen Berlet-Standort) vermietet, so die aktuelle Auskunft von den ECE-Projektvermarktern in Hamburg auf WAZ-Anfrage. Auskünfte zu einzelnen Namen der erwarteten 150 Einzelmieter gibt ECE nicht. Bereits durchgesickert ist beispielsweise, dass ein Rewe-Markt, die Thalia-Buchhandlung mit einer weiteren Filiale (neben der neuen am Westenhellweg) und auch die Firma Intersport Vosschulte und die Drogeriekette dm einziehen wollen.

Ganz neu hat der Hamburg Trust einen zweiten geschlossenen Immobilienfonds für die Thier-Galerie aufgelegt - nachdem der erste Fonds (139,3 Mio Euro Investitionsvolumen, davon 68 Mio Euro von Fondsanlegern, der Rest als Kredite von Banken) komplett platziert worden sei. Anleger können einsteigen - mit mindestens 10 000 Euro. Für Dortmund und NRW vermittelte die Sparkasse Fondsanteile exklusiv - und hat sie bis auf einen kleinen Rest komplett an Anleger bringen können.

Der neue Fonds hat ein Volumen von 60,54 Mio Euro: 29,92 Mio, die von Fondsanlegern kommen sollen, der Rest kommt als Kredite von Banken. Mit beiden Fonds (rund 200 Mio Euro Volumen), so Claudia Kruse-Madsen, Marketing-Leiterin von Hamburg Trust, trage man an der Kommanditgesellschaft, die die Thier-Galerie baut, die Anteilsmehrheit. Die Gesamtinvestition für die Thier-Galerie wird mit 303,7 Mio Euro veranschlagt. Kruse-Madsen geht davon aus, dass die Baukosten genauso wie der Zeitplan vom Projektentwickler ECE eingehalten werden.

Beteiligt - diesmal als Kreditgeber - beim Bauvorhaben ist übrigens auch die Sparkasse Dortmund - neben der Volksbank Dortmund, der Sparkasse Bochum und weiteren Kreditgebern.

 
 

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