Dortmund

Theater-Eklat in Dortmund: Zuschauer verlassen fluchtartig das Schauspielhaus – das ist der Grund

Am Theater Dortmund sind die Zuschauer aus dem Saal gerannt. (Archivbild)
Am Theater Dortmund sind die Zuschauer aus dem Saal gerannt. (Archivbild)
Foto: imago images / Ralph Lueger

Dortmund. Kunst darf ja bekanntlich alles – für den ein oder anderen Zuschauer im Schauspielhaus Dortmund vielleicht auch etwas zu viel. Bei der Premiere des Stücks „Lolita (R)evolution (Rufschädigendst) – Ihr Alle seid die Lolita eurer selbst!“ verließen gleich mehrere Zuschauer fluchtartig den Saal.

Das berichten die „Ruhrnachrichten“. Ihr Urteil: Die „Performance-Serie“ am Schauspielhaus in Dortmund konfrontiert mutig mit krasser Nazi-Symbolik – enttäuscht jedoch mit ermüdenden Wiederholungen.

Dortmund: Performance am Theater sorgt für Irritation

Immer wieder reckte Künstler Jonathan Meese beim Premierenabend am 15. Februar im Schauspielhaus Dortmund seinen rechten Arm zum Hitlergruß in die Luft. Immer wieder schallt Rammsteins Song „Hier kommt die Sonne“ laut durch den Saal, statt der Sonne singt Meese jedoch von der Mutter: „Hier kommt die Mutter“ - später auch „Hier kommt der Führer“.

Meese ist ein umstrittener Künstler, eckt an. Wie viele, die Erfolg in der Theaterszene haben. Hauptsache nicht belanglos. Es ist vermutlich einer der Gründe, warum sich unregelmäßige Theatergänger eher schwer tun mit seinen Stücken.

Für das aktuelle Stück „Lolita (R)evolution (Rufschädigendst)“ hat sich Meese die literarische Vorlage von Vladimir Nabokovs Roman „Lolita“ genommen. In dem 1955 publizierten Buch geht es um eine pädophile Liebesbeziehung des Protagonisten zu einer Zwölfjährigen.

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Viel mehr als der Titel bleibt bei der Interpretation von Meese jedoch nicht erhalten. Das Zentrum des Stücks nimmt stattdessen die Beziehung zu seiner eigenen Mutter ein, die er immer wieder ankündigte.

Zuschauer verlassen den Saal

Am Ende des Stücks, bei dem alle Schauspieler über die ganze Zeit improvisieren, tritt die 90-Jährige tatsächlich selbst in Erscheinung. In ihrer Rolle versucht sie mühevoll, den zum Hitlergruß erhobenen Arm ihres Sohnes herunterzudrücken. Einige Zuschauer verlassen den Saal. Wohl, weil sie nicht wollen, dass die alte Frau als Showeffekt benutzt wird, vermutet die „Süddeutsche Zeitung“.

Das Gesamturteil fällt durchwachsen aus: Das Stück sei mutig, jedoch zwischenzeitlich mit „langweiligen Durchhängern so tief wie ein schwarzes Loch“, urteilen beispielsweise die „Ruhrnachrichten“ (Bezahlinhalt). So ermüdend, dass nach den Beobachtungen der Autorin gleich ganze Gruppen von Besuchern flüchteten.

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Nächste Termine von „Lolita“ am Theater Dortmund

Wer sich das Spektakel selbst einmal anschauen will: Die nächsten Aufführungen von „Lolita (R)evolution (Rufschädigendst) – Ihr Alle seid die Lolita eurer selbst!“ finden am 21. März, 3. April und 25. April statt. (dav)

 
 

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