Tampris will es allen Zweiflern zeigen

Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund. „Für mich ist die Reha-Klinik am Rombergpark das Hauptthema im Moment”, erklärt der Investor Marios Tampris. Das Bauvolumen werde um zehn Millionen Euro auf 60 Mio. Euro aufgestockt, kündigte Tampris im Interview an.

Die Finanzierung stehe inzwischen. Er habe die Gelder bereits eingeworben, versichert der Unternehmer, an dessen Seriösität es nach der Vertragsunterzeichnung einige Zweifel gegeben hatte.

Welch historisch bedeutsamen Fang er mit dem Erwerb des ehemaligen Gutes Brünninghausen gemacht habe, sei ihm erst später aufgegangen, erklärt Tampris, der sich als „ein internationaler Unternehmer mit Sitz im Schwarzwald” sieht.

Historisches erhalten und nutzen

Historisches zu erhalten und zu nutzen, sei nun sein vorrangiges Bestreben. Deshalb würden bestehende Planungen nochmals überarbeitet und neben dem Architekturbüro Deterding in Unna auch international renommierte Architekten befragt, um das Beste für das Filetstück in Dortmund herauszuholen.

Folge sei, dass das Hotel neu überplant werde. Zum erstenmal nennt Tampris auch Zeitpläne: In diesem Jahr solle das Genehmigungsverfahren durchgezogen werden, im nächsten Jahr soll Baustart sein. Dabei macht der Unternehmer Druck: „Vielleicht können wir den Wellnessbereich vorziehen.” Der ehemalige Kuhstall solle dabei erhalten und integriert werden. Die Erhaltung der historischen Elemente werde er „als Pluspunkte mit vermarkten”. Der „tolle Bomberg” werde wiederbelebt. Das ganze Gelände solle vitalisiert werden. Tampris kann sich vorstellen, „weitere Bauphasen” nach Wellness, orthopädischer und neurologischer Reha-Klinik, Gastronomie und Hotel auf dem Gelände folgen zu lassen.

»Für so ein Projekt brauchen Sie richtige Macher«

„Für so ein Projekt brauchen Sie richtige Macher”, führt Tampris aus. „Und die habe ich an der Hand. Die können auch für 100 Millionen geradestehen.” Er sei sich „nicht zu schade gewesen, auch bei den örtlichen Banken anzufragen”, so der Investor.

Eine hiesige Bank habe eine Anschubfinanzierung angeboten, die aber nicht ausreiche. Er sei viel herumgeflogen, um die Gelder zu beschaffen. Sie kämen nicht aus Russland, sondern aus Israel und von börsennotierten Unternehmen aus Frankfurt. „Ehrlich verdientes Geld”, wie Tampris beteuert.

Die aktuellen Zeitabläufe der Genehmigung „kann ich nicht beeinflussen”, sagt Tampris. Mit OB Ullrich Sierau stehe er in Kontakt, die politischen Wirren beobachte er mit Sorge. Tempo liege ihm am Herzen: „Zeit ist Geld.”

Ich hab' es geschafft"

Die Reha-Klinik sei doppelt gut für Dortmund: sowohl für die Beschäftigung als auch für die Gesundheit der Menschen. Dass er die nötige Expertise für ein derartiges Projekt besitze, könne man im Schwarzwald sehen, wo er mehrere Pleite gegangene Objekte übernommen und wiederbelebt habe.

400 Arbeitsplätze seien entstanden. „Ich habe es geschafft”, betont der Unternehmer. „Meine Betriebe stehen - in harten Zeiten.”

 
 

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