Superball für Dortmunds Supertanne - Kein Engel auf dem Riesen-Weihnachtsbaum?

Der Weihnachtsbaum 2011 auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt soll statt eines Engels einen Fußball als Spitze erhalten. Foto und Montage: Franz Luthe (Westfälische Rundschau)
Der Weihnachtsbaum 2011 auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt soll statt eines Engels einen Fußball als Spitze erhalten. Foto und Montage: Franz Luthe (Westfälische Rundschau)
Foto: WR/Franz Luthe
Riesenüberraschung auf der Riesentanne: Der Engel mit Posaune oben auf dem Baum soll einen Abflug und Platz für einen Fußball im XXL-Format machen. König Fußball soll sich in der BVB-Meisterstadt Dortmund an die Spitze des Weihnachtsmarktes setzen.

Dortmund.. Zapfenstreich für den vier Meter großen Engel mit Posaune: Der Engel mit Posaune an der Spitze des riesigen Christbaumes auf Dortmunds Weihnachtsmarkt macht einen Abflug und Platz für einen Fußball im XXL-Format. Schon am Montag soll der Ball, der in Südfrankreich als Spezialanfertigung konstruiert wurde, für große Augen sorgen.

Thomas Weise, Geschäftsführer des gleichnamigen Gerüstbauers und Konstrukteur der Supertanne, hat die Weihnachtsüberraschung lange für sich behalten können. Nun ist es raus. Der Ball soll im Durchmesser vier Meter groß sein, aus Aluminium bestehen und dasselbe Gewicht wie der Engel haben.

Keine Kooperation mit dem BVB

Größe und Gewicht müssen beibehalten werden, um die Statik der vom TÜV abgenommenen Tanne nicht zu gefährden. Und: Er soll auch wie ein Ball, nicht etwa wie eine Weihnachtskugel, aussehen, verspricht Weise, der bislang selbst nur Skizzen kennt.

Demnach soll der Ball die klassischen, dunklen Waben haben, während der Rest weiß-gelblich leuchtet. Die Anlehnung an eine schwarz-gelbe Farbwahl legt zwar eine Kooperation mit dem BVB nah - tatsächlich wird es diese aber nicht geben. „Wir haben uns mit dem BVB zwar abgestimmt, das Logo kommt aber nicht auf den Ball“, verrät Weise.

„Der Ball wird polarisieren“

Möglicherweise auch eine Kostenfrage. Tatsächlich ist Baumkonstrukteur Weise schon seit langem am Ball. Er hat nicht nur die Kirchenoberen gefragt, was sie davon halten, sondern auch OB Ullrich Sierau. Um es vorwegzunehmen: Die Kirchen haben mit dem Ball kein Problem, zumal der Weihnachtsbaum kein christliches Symbol ist. Und der OB habe zwar erst gestutzt, dann die Idee aber für gut befunden.

Gleichwohl ist sich Thomas Weise bewusst: „Der Ball wird polarisieren“. Und nicht nur Fans finden. Und: Bevor die neue Attraktion eine runde Sache wird, brauche es noch Geduld. Zwar stehe der Laster schon auf dem Hof der Konstrukteure in Südfrankreich. Doch die Schöpfer des Unikats, die seit Wochen an ihm arbeiten, sind noch nicht fertig, erfuhr Weise Mittwochnachmittag.

Kostenrahmen nicht gesprengt

Er geht davon aus, dass der Ball am Montag die Spitze der Riesentanne ziert. Vorher steht noch Arbeit an: „Die Konstrukteure in Apt haben die Illusion geschaffen“, in der Werkstatt in Dortmunder werde man sie auseinandernehmen und auf ihre Haltbarkeit prüfen.

Auftraggeber ist übrigens Weihnachtsmarktorganisator Hans-Peter Arens. Der betonte nun, dass die 45 Meter hohe Tanne mit 1700 Fichten und 40.000 LED-Leuchten weiterhin den üblichen Kostenrahmen von 200.000 Euro nicht sprengen werde. Es gebe Sponsoren.

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