Weiter Weg vom Torso zur Straße

Nur das Stückchen fehlt noch zwischen der alten Unitangente und der neuen Verkehrsachse Gardenkamp/Vogelpothsweg. Fotos: Anja Cord
Nur das Stückchen fehlt noch zwischen der alten Unitangente und der neuen Verkehrsachse Gardenkamp/Vogelpothsweg. Fotos: Anja Cord
Foto: Anja Cord

Hombruch.. Es fehlt eigentlich nur ein winziges Stückchen – doch bevor das die alte Uni-Südtangente mit der neuen Straßenachse Gardenkamp-Vogelpothsweg verbindet, werden noch Jahre vergehen. Umfangreiche neue Verkehrsuntersuchungen hat der Gesetzgeber vor jedes neue Straßenbauprojekt gesetzt, und die verdonnern den Torso zum weiteren Dornröschenschlaf.

Das wird weder die Gremien der Universität freuen, die sich deutlich für diese Straße ausgesprochen haben, noch stieß es auf Verständnis bei der Mehrheit der Bezirksvertretung Hombruch, die die neue Verbindung im Uni-Umland unbedingt forcieren möchte.

Nur Barbara Brunsing von den Grünen konnte und wollte ihre Genugtuung nicht verbergen: Ihre Partei war es in der rot-grünen Koalition der letzten Legislaturperiode, die den Verzicht auf die planerisch bereits fest vorgesehene Straßenverbindung bei der SPD politisch erzwang.

Und das wirkt nachhaltig: Der neue Anbindungs-Beschluss von Bezirksvertretung und Rat aus 2010 liegt ebenso brach, wie das Straßenstück. Denn: Für die erforderlichen Verkehrsberechnungen müssen die neuen Bedingungen rund um die Uni zugrunde gelegt werden. Zum Beispiel die NS IX. Die wird aber erst 2013 fertig. Und dann gibt es auch noch neue Berechnungsanforderungen, die nun das Jahr 2025 und nicht mehr 2015 als Horizont sehen.

Beifall konnte Andreas Meißner für diese Linie in Hombruch kaum ernten – aber der Fachmann vom Planungsamt blieb konsequent: Um so ein Projekt „rechtssicher“ durchzuziehen, müssten diese Bedingungen eben eingehalten werden. „Wir möchten die Änderung in dieser Legislaturperiode schaffen“, machte Bezirksbürgermeister Hans Semmler, unterstützt von seinem Stellvertreter Ulrich Steinmann Dampf. Aber: Selbst wenn alle Rahmenbedingungen wie neue Straßen und Berechnungsgrundlagen stehen, braucht alleine die Planänderung noch Zeit. Die Grünen setzen deshalb auf sorgfältige Arbeit der Ämter – und darauf, dass diese Zeit ihnen dann auch wieder neuen Einfluss beschert. Und dann, dann bleibt die alte Uni-Tangente ein Torso.

Lehren aus dem tödlichen Unfall eines Schülers vor fast genau einem Jahr, am 12. September 2010, fordert die Pflegschaft der Ostenberg-Grundschule. Besonders fürchten die Eltern die Raser an der Kreuzung Palmweide/Krückenweg, dem Unfallort. Gestern Vormittag war die Verkehrswacht mit Messtafeln vor Ort – und stellte Spitzengeschwindigkeiten zwischen 75 und 82 Stundenkilometern fest, berichtet Bezirksbürgermeister Hans Semmler. Dennoch gilt eine fest installierte Messtafel hier nicht als sinnvoll, sie habe auf Dauer nicht die Aufmerksamkeit der Fahrer, berichtete Hans-Jürgen Grotjahn aus Erfahrung. Nun soll die „schwierige Ampelsituation“ in dem Bereich noch einmal überprüft werden. Außerdem fordert die Bezirksvertretung in dem Bereich verschärfte Kontrollen von Ordnungsamt und Polizei.

 
 

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