Unterwegs mit den Sternsingern

Zum Beginn des neuen Jahres sind vielerorts die Sternsinger unterwegs. Wir waren in Höchsten mit dabei. In der Gemeinde St. Kaiser Heinrich ist die Zahl der Sternsinger seit dem Beginn vor 18 Jahren gesunken.

Höchsten.. Samstag, kurz vor 9 Uhr. Vor dem Gemeindehaus gegenüber der katholischen Kirche St. Kaiser Heinrich sehnen Kinder und Erwachsene dem großen Moment entgegen: dem Aufbruch der Sternsinger.Noch schnell das Königskostüm richten, bevor es in die kleine Kapelle neben der Kirche geht. "Was habt ihr denn alle so über die Feiertage gegessen?", fragt Gemeindereferentin Christina Gäbel. Genannt werden Fondue, Raclette und andere Speisen, die es nur selten im Jahr gibt.

Bewusstsein für Hunger

"Und wie wäre es, wenn man das ganze Jahr so isst wie zu Weihnachten?", fragt Gäbel. "Man würde dick und krank." Doch Millionen Menschen auf der Welt, insbesondere in Afrika und Asien, werden deshalb krank, weil sie so gut wie nichts zu essen haben. Für sie, so ruft die Referentin den Kindern ins Bewusstsein, gehen sie heute singen.

Und nachdem sie wenig später den Segen für ihre Sterne, ihre Kreide und auch sich selbst in Empfang genommen haben, machen sich die Sternsinger mit Tatendrang auf den Weg.21 Mädchen und Jungen von sechs bis zwölf Jahren sind dabei.Begleitet werden sie dabei von einigen 14-Jährigen, die auf die Sicherheit der Gruppe achten.

Popularität ist gesunken

Ulrike Büchner,die die Sternsinger-Aktion seit 18 Jahren organisiert,freut sich über den Einsatz der Kinder. Sie erinnert sich aber auch an Zeiten, in denen sich das Sternsingen einer deutlich größeren Popularität erfreute. Büchner: "Am Anfang hatten wir sechs Kinder, die drei Tage lang unterwegs waren und sogar noch Blockflöte gespielt haben. Das wuchs dann rasant auf fast 50 Kinder, aber mittlerweile sind wir stark geschrumpft."

Die Ursachen sieht Büchner in der demografischen Entwicklung, aber auch in einem Wandel der Gesellschaft hin zu kommerzielleren Brauchtümern wie Halloween.

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