Unterricht auf dem Tablet-PC statt auf der Tafel

Wie der Unterricht von morgen aussehen könnte, kann man ab sofort an der Albrecht-Dürer-Realschule bestaunen. Neben Heften und Büchern werden hier in den 9. Klassen Tablet-PC auf dem Schultisch liegen. Wofür sie genutzt werden, erklärt Schulleiter Yves Alamdari.

Aplerbeck. 30 von den ultraschmalen, leistungsfähigen Elektrogeräten plus zwei große Transportboxen hat die Realschule angeschafft. Genauer gesagt der Förderverein. 20.000 Euro wurden dazu in die Hand genommen.

Fotos und Filme machen

5000 Euro davon gab es aus dem Spendenfond der Sparkasse Dortmund. "Wir haben uns bei der Sparkasse mit dem Tablet-PC-Projekt beworben und glücklicherweise den Zuschlag bekommen", sagt Andreas Quednau.

Zunächst soll jetzt die Jahrgangsstufe Neun die "Neuanschaffungen" in ihren Unterricht integrieren. Und die handlichen "Kleincomputer" sind universell einsetzbar. Nützliche Technik, die den Unterricht verändert - im positiven Sinne."Die Schüler können die Geräte überall verwenden", sagt Schulleiter Yves Alamdari. In Erdkunde, Deutsch, Musik oder bei Präsentationen zum Beispiel zur Vorbereitung für das Betriebspraktikum, die "Tablets" finden überall Verwendung. "Die Schüler können Fotos machen, Filme drehen und Interviews führen und diese sofort bearbeiten und vorführen", so der Schulleiter.

Nahezu alles möglich

Auch bei Recherchen zu diversen Themen seien die Tablets sofort im Unterricht einsetzbar. "Es ist nahezu alles möglich", sagt Alamdari. Ein großer Vorteil gegenüber den festinstallierten PC im Computerraum. Um die neuen Tablets im Unterricht richtig nutzen zu können, müssen die Klassenräume mit Wlan (drahtloser Internetzugang) ausgerüstet werden.

Um die neue Technik auch vernünftig einsetzen zu können, gab es schon im letzten Jahr eine Lehrerfortbildung. "Die Smartphones und Tablet-PC sind schon in der Grundschule zu finden. Wir dürfen uns als Schule der Möglichkeiten nicht verschließen", sagt der Schulleiter.

Fünf Klassenräume werden zurzeit "Internetreif" gemacht, der Rest der Schule soll folgen. "Natürlich werden nicht alle Seiten im Netz von den Schülern aufrufbar sein, dass werden wir als Schule steuern", so Alamdari.

Damit die Schüler auch mit dem Internet-Zugang umgehen, werden vier Schüler und zwei Lehrer zu Medien-Scouts ausgebildet - als Ansprechpartner für Fragen rund um das Internet.

EURE FAVORITEN