Umkleiden des Hombrucher SV: Ärger trotz teurer Sanierung

Risse in der Hausfassade, undichte Dusch-Armaturen, kaputte Fliesen die Umkleideräume des Hombrucher SV gleichen einem sanitären Horrorkabinett. Und dabei wurden die Räume erst 2011 für rund 700.000 Euro saniert. Wir haben uns vor Ort umgesehen.

Hombruch.. 30.000 Euro hat die Bezirksvertretung (BV) damals mitinvestiert, der Rest des Geldes kam aus dem Konjunktur-Paket II. "Es ist höchste Zeit, dass der Bauherr, die Städtische Immobilienwirtschaft, hier zum Nachbessern erscheint", meint Hans-Jürgen Grotjahn, Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion.

Und Bezirksbürgermeister Hans Semmler ergänzt: "Bis heute liegt uns außerdem keinerlei Information darüber vor, ob der Bau jemals abgenommen worden ist." Die Zeit drängt, denn im schlimmsten Falle könnte die Gewährleistungsfrist schon nicht mehr greifen. Der Sportverein hat versucht, Kontakt zur Stadtverwaltung aufzunehmen, wollte die Zustände nicht hinnehmen. Ab einem gewissen Punkt kam man nicht mehr weiter, wie der zweite Vorsitzende des SV, Jürgen Overbeck, schildert.

Ortsbegehung in der Umkleide

Nun hat man sich an die CDU-Bezirksfraktion gewandt, die Hilfe zusicherte. Am Donnerstag trafen sich Overbeck, Semmler, Grotjahn und Jürgen Grondziewski zu einer ersten Ortsbegehung, um sich von der Menge der eklatanten Mängel zu überzeugen. Platzwart Sascha Schmidt führte durch Umkleide- und Duschräume, die kaum aussehen, als wenn sie vor drei Jahren saniert worden wären.

Mithilfe der Politik soll nun ein kompetenter Gutachter gefunden werden, der alle Mängel erfassen wird. "Der erste Schritt wird sein, Ansprechpartner in den Verwaltungsämtern zu erreichen. Sollte das nicht auf direktem Weg klappen, wird ein Antrag für die Bezirksvertretung gestellt", sagt Hans-Jürgen Grotjahn.

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