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Schüruferstraße

Stauhopping zwischen Schüren und Aplerbeck

01.08.2012 | 22:00 Uhr
Stauhopping zwischen Schüren und Aplerbeck
Marco Rodorigo ist als Anwohner mehrfach beroffen – und sichtlic genervt. Foto: Klaus Polkläsener

Dortmund.   Seit Wochen stehen sie im Stau zwischen Aplerbeck und Schüren und andersrum: Anwohner und Pendler. Mehrere Baustellen auf der Rodenberg-, Schüruferstraße und dem Nagelpötchen laassen kaum ein Durchkommen.

Marco Rodorigo ist genervt. Seit Wochen. Und seine Frau Inga ebenfalls. Der gesamte Bereich Schüruferstraße zwischen Nagelpötchen und Lindstraße und darüber hinaus ist: Stau. „Egal, wo man herfährt, es ist immer Mist“, stöhnt Inga Rodorigo, die als Anwohnerin täglich mehrfach betroffen ist. Mehrere Baustellen laufen parallel, die Straßen variieren zwischen einspurig, gesperrt oder zugeparkt. Und ein Ende ist wohl erstmal nicht abzusehen.

Kinderwagen oder Auto

Baustellen- oder Stauhopping könnte man das nennen, was Aplerbecker und Schürener derzeit erleben. Rodenbergstraße, Schüruferstraße, Nagelpötchen – man kann wählen zwischen Hoch- oder Tiefbau-Baustellen, Häuserbau oder Kanalsanierung. Die erste halbe Stunde steht man nach Feierabend auf der Rodenbergstraße, fährt auf die Schüruferstraße und steckt im nächsten, berichtet Rodorigo. Teilweise unnötig. Denn eine Fahrbahnverengung an der Ecke Schürufer/Lindstraße ist von der Tagesform der Kipplasterfahrer abhängig: Die, so erfahren die Rodorigos tagtäglich, kippen Geröll und Schutt mal schön an die Seite, mal auf die Fahrbahn. Die Stadt habe wegen der Verengungen irgendwann sogar die Lindstraße komplett gesperrt, so dass alle Anwohner der Siedlung über das Nagelpötchen ausweichen mussten, das aber ebenfalls durch Bauarbeiten beeinträchtigt ist. Nach einem klärenden Gespräch beim Tiefbauamt wurde die Sperrung in „einspurig“ umgewandelt. Gut so, denn nun ist das Nagelpötchen komplett gesperrt. Der Verkehr auf der Lindstraße muss nun den Bürgersteig mitnutzen, um irgendwie dem Gegenverkehr Herr zu werden. Dabei kann es auch mal vorkommen, „dass, wie gestern, mir eine Mutter mit Kinderwagen entgegenkommt“, erzählt der betroffene Rodorigo. An die Situation mit dem Notarztwagen, der hinter ihm stand und dem er keinen Platz machen konnte, da es keinerlei Ausweichmöglichkeit gab, mag Marco Rodorigo nicht mehr denken. Laut der Auskunft, die er von der Stadt bekommen habe, wird es die Baustellen noch bis zum Herbst geben. Voraussichtlich bis Ende September dauern die Leitungsarbeiten der DSW21.

Unverständlich findet Rodorigo, dass es kein Hinweisschild auf die Sperrung des Nagelpötchens gebe: „Mein Nachbar kam aus Aplerbeck, wusste nichts von der Sperrung und musste, nachdem er schon bis zum Nagelpötchen im Stau stand, umdrehen – und erlebte den selben Stau von der anderen Seite.“ Eine Stunde war er vor Ort unterwegs. Wie die Stadt mit der Situation umzugehen gedenkt, war gestern nicht zu erfahren..

Antje Mosebach


Kommentare
03.08.2012
13:54
Stauhopping zwischen Schüren und Aplerbeck
von Grobian57 | #1

Durch Jahrzehnte lange Erfahrung im In- und Ausland war ich lange der Meinung, dass der tumbste Dorfdepp, die größte Dumpfbratze, die man nur finden konnte, dafür abgestellt wurde, die Verkehrbeschilderung in Ortschaften zu organisieren.
Nach diesem Artikel bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ausser vielleicht, dass der gleiche Schwachmat auch für die zeitliche Koordination von Baustellen zuständig wäre. Der fehlende Hinweis auf die Sperrung des Nagelpötchens deutet eigentlich darauf hin.
Aber kann ein Mensch alleine so viel Schwachsinn produzieren?

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