Sonderermittler sollen Handy-Räuber in Dortmund schnappen

Die Staatsanwaltschaft Dortmund will den Anstieg an Raubüberfällen auf Jugendliche in Hörde, vor allen Dingen rund um den Hörder Bahnhof, mit einem Sonderermittler bekämpfen. Die Beute der Räuber: Handys.

Dortmund. Mit einem eigenen Sonderermittler will die Staatsanwaltschaft Dortmund den Anstieg an Raubüberfällen auf Jugendliche in Hörde, vor allen Dingen rund um den Hörder Bahnhof, bekämpfen. Die Beute der Räuber: Handys.

„Wir haben bereits einige Verdächtige im Visier und unter Beobachtung“, erklärte Polizeisprecher Manfred Radecke. „Nun wollen wir sehen, ob es Zusammenhänge zwischen den Taten und den Verdächtigen gibt“, so Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang. Jedoch wollte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht von Bandenkriminalität reden. Es handele sich um zehn bis zwanzig Verdächtige (14 bis 19 Jahre), die alle namentlich bekannt sind. Auf ihr Konto gehen zehn Überfälle seit November. Die Opfer seien zwischen 13 und 17 Jahre alt.

Erinnerung an "Clarenberg Gang"

Schon im Jahre 2011 sorgte die so genannten „Clarenberg Gang“ (cbg) für einen Anstieg der Überfälle auf Jugendliche. Die Mitglieder dieser Bande raubten auch Handys. „Doch die sind alle gefasst und zum Teil auch schon zu Jugendstrafen verurteilt“, so Radecke. Die jetzt aktiven Täter gehörten einer anderen Generation an.

Allerdings habe man festgestellt, dass auch diesmal bei den Täter derselbe Migrationshintergrund bestehe. Ob sie aus dem Dunstkreis der „Clarenberg Gangster“ stammen, wisse man noch nicht. Dabei vermute man, dass die Dunkelziffer sehr hoch sei. Viele Opfer hätten aus Angst vor den Tätern den Weg zur Polizei gescheut. Sollten die Opfer weiterhin bedroht werden, rät Radecke ihnen, zur Polizei zu gehen. „Nur so haben wir dann auch eine weitere Handhabe gegen die Täter.“

In einigen Fällen hätten die Täter ihre Beute versilbert, in anderen Fällen hätten sie die Handys geraubt, um im Besitz der neuen Modelle zu sein, so der Sprecher der Dortmunder Polizei.