So waren die ersten beiden Folgen von "Phoenixsee"

Am Phoenix-See prallen Welten aufeinander: Arm und Reich, Tradition und Moderne, Malochertum und Schickimicki. Diese Gegensätze bilden den Zündstoff für die neue WDR-Serie. Am Montagabend liefen die ersten beiden Folgen des Sechsteilers Phoenixsee. Wir haben sie uns angesehen.

Hörde.. Mal realistisch, mal überspitzt. So wirkten die ersten Szenen. Enten quaken, Wasser plätschert, ein Angler steht am Bootssteg. Dahinter ist das alte Hörde zu sehen.

Gelungen ist der Ruhrgebiets-Einschlag, besonders sprachlich. Es gibt viele kluge Dialoge. An manchen Stellen werden Klischees überstrapaziert. Etwa in der Ruhrpott-Kneipe; in der gezeigten Form eher Erinnerung an alte Zeiten.

Darum geht's:

Der Strukturwandel lässt extreme Milieus aufeinandertreffen: Die Familie von Schrauber Mike Neurath (Felix Vörtler) im runtergekommenen Altbau am Remberg und die neu zugezogenen Hansmanns in ihrer Nordufer-Villa. Birger Hansmann (Stephan Kampwirth) ist Steuerberater und hat in Dortmund eine Kanzlei übernommen.

Unterschiedlicher könnten die Figuren kaum sein. Aber es gibt auch einiges, was sie verbindet, die Schule der Kinder beispielsweise. Und beiden Familien steht das Wasser bis zum Hals...

Das sagen die Hörder:

Klaus Tillmann wohnt auf der Grenze zwischen Neubaugebiet und altem Hörder Gebiet: "Ich fand es unterhaltsam. Und das, was den Familien passiert ist nicht weit hergeholt."

Willi Garth, Hörder Heimatforscher: "Es sind vorwiegend positive Ansichten zu sehen, und es wurde nicht nach den schmutzigen Ecken Dortmunds gesucht."

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