Rückblick auf 110 bewegte Jahre

Vorsitzender Andreas Bäslack, stellv. Vorsitzende Manuela Piechota , Horst Wittenbork. Foto: Anja Cord
Vorsitzender Andreas Bäslack, stellv. Vorsitzende Manuela Piechota , Horst Wittenbork. Foto: Anja Cord
Foto: Anja Cord

Schüren..  Ihrer Tradition bewusst und gleichzeitig ganz auf der Höhe der Zeit sieht sich im 110. Jahr ihres Bestehens die Schürener SPD – auch aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften. Der Einsatz für gute Arbeit und sozial Schwache sei aktueller denn je.

Das wurde bei der Vorstellung der Festschrift „110 Jahre SPD Schüren“ jetzt betont. „Ich finde das sehr modern“, so Vize-Vorsitzende Manuela Piechota mit Blick auf eine Politik gegen „prekäre Arbeitsverhältnisse“. Davon seien oft junge Menschen betroffen. Bei Mitgliederversammlungen, die in Schüren öffentlich sind, habe sie hierbei viel Interesse Jüngerer festgestellt. Groß sei die Resonanz auch bei der Protestaktion der SPD mit der Kita-Bergparte gewesen – gegen das KiBiz-Gesetz der damaligen CDU/FDP-Landesregierung. Bei solchen Themen fänden Jung und Alt den „gemeinsamen Nenner“, sagt Piechota, bei Verdi auf Landesebene Vorsitzende der Fachkommission Kita.

Bei Verdi, als Sprecher der Vertrauensleute in der Stadtverwaltung, ist auch Ortsvereinsmitglied Horst Kortwittenborg aktiv. Er hat jetzt die Redaktion bei der Herstellung der Festschrift „110 Jahre SPD Schüren“ übernommen – und konnte dabei auf Texte zurückgreifen, die zum 75- und 100-jährigen Bestehen entstanden waren. Beispiel: Ein alter Beitrag von Rolf Schäfer, in dem der frühere SPD-Ratsfraktionschef (1973 bis 1984) an den Neuaufbau der örtlichen SPD nach 1945 erinnert.

Schäfer war es, der damals den jungen Günter Samtlebe in die Partei holte – den später „bekanntesten Schürener Politiker weit und breit“. Und selbstverständlich ließ sich Alt-OB Samtlebe ein Grußwort in der neuen Festschrift nicht nehmen – unter Hinweis darauf, dass sein Vater Ferdinand Samtlebe ab 1902 Mitglied der Schürener SPD war. Der starb 1933 an einer Staublunge. „Die Gründer unseres Ortsvereins waren ja alle Bergleute“, weiß Andreas Bäslack, seit 2002 Vorsitzender.

Für die neue Festschrift (Auflage: 1000 Stück) habe man die Geschichte der SPD Schüren seit 2001 fortgeschrieben. In dieser Zeit stand für die Sozialdemokraten etwa der Neubau der Friedrich-Ebert-Grundschule, die Bebauung auf dem Hengstenberg-Gelände bzw. der Stadtkrone Ost (statt eines Panzerübungsplatzes) im Fokus – zudem der Erhalt des Schürener Felds. Auch wird in der Neuauflage der Chronik an Reinhold Vennebusch erinnert, den 2008 verstorbenen früheren Aplerbecker Bezirksvorsteher (1989-1999).

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen