Rote Karte für Bahnhof Tierpark

Der VCD-Verkehrsclub beurteilt die Situation am Bahnhof Dortmund Tierpark und macht Verbesserungsvorschläge. In der Dämmerug wird der Bahnhof zum Angstraum. Foto: Klaus Pollkläsener
Der VCD-Verkehrsclub beurteilt die Situation am Bahnhof Dortmund Tierpark und macht Verbesserungsvorschläge. In der Dämmerug wird der Bahnhof zum Angstraum. Foto: Klaus Pollkläsener
Foto: Iris-MEDIEN

Brünninghausen. Die Volmetal-Bahn fährt ein. Haltestelle Tierpark. Ein Senior mit Rollator ioder ein Rollstuhlfahrer wollen einsteigen. Die Tür geht auf, die Stufen fahren herunter. Doch was ist das. Da ist ein rund 30 Zentimeter hohes Loch zwischen Bahnsteig und Stufe. Nur mit Hilfe von anderen Fahrgästen können der Rollator- und Rollstuhlfahrer den Zug besteigen.

Aber das oben beschriebene ist nicht der einzige Mangel an der Haltestelle Tierpark. Das fand jetzt der Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Dortmund-Unna e.V. bei einer Untersuchung heraus.

Weitere Mängel, die aus der Untersuchung hervorgehen: Es fehlt eine Lichtquelle am Wartehäuschen. Auch gibt es keine Uhr, keine Ansagen. Die Info-Tafeln sind kaum zu lesen.

Die Entfernung zum Zoo ist viel zu groß und die Unterführung zu dunkel.

„Wir haben diesen Bahnhof ausgesucht, weil er als exemplarisches Beispiel für einen besonders schlechten Zustand steht“, betont Lorenz Redicker vom Verkehrsclub bei der Präsentation der Ergebnisse vor Mitgliedern von der Bezirksvertretung Hombruch sowie dem Senioren- und Behindertenbeirat.

Nur Ortskundige
kennen den Weg

Der Bahnhof sei praktisch gar nicht zu finden, kritisierte Redicker. Nur wirklich Ortskundige wüssten von diesem Bahnhof.

„Wenn man die Haltestelle an die nur rund 700 Meter entfernte Mergelteichstraße ansiedeln würde, wäre das besser. Dann hätte man die Busanbindung und der Weg wäre nicht mehr so weit“, erklärt Redicker.

Zudem sollte die Haltestelle nicht mehr „Tierpark“, sondern „Zoo“ heißen. „Der Begriff Tierpark wird kaum noch gebraucht“, so die Begründung. „Wir werden einen Antrag bezüglich einer Beleuchtung am Wartehäuschen in der Bezirksvertretung stellen“, erklärte Bezirksvertreterin Barbara Brunsing von den Grünen vom Ortsverband Hombruch.

Aber nicht nur der Bahnhof am Tierpark stand unter Beobachtung, sondern 43 weitere Zustiegsmöglichkeiten wurden zudem genauer unter die Lupe genommen.

„Wir wollten einmal abseits der beherrschenden Diskussion über den Zustand des Dortmunder Hauptbahnhofs auch die zahlreichen kleineren und deutlich weniger frequentierten Haltepunkte auf Herz und Nieren überprüfen“, so Buscher über die Gründe für die Untersuchung.

Es gebe, so Redicker, ja vereinzelt positive Beispiele wie die S-Möllerbrücke. An anderen werde ja fleißig gearbeitet wie in Hörde, Oespel oder Mengede.

 
 

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