Radfahr-Verbot am Phoenix-See: richtig oder falsch?

Wird der Phoenix-See zum "Man-darf-nix-See"? Das Radfahr-Verbot an einigen Stellen des Phoenix-Sees wird heftig diskutiert. Während sich viele über die neue Fußgänger-Zone aufregen, gibt es auch Verständnis. Wieder andere denken schon weiter. Ein Überblick über die aktuellen Tendenzen der Diskussion.

Hörde. Unterschiedliche Tendenzen innerhalb dieser Diskussion werden durch Leser-Zuschriften sowie Kommentare auf der Homepage dieser Zeitung und in dem sozialen Netzwerk Facebook deutlich.

  • Verständnis: Mangelnde Rücksichtnahme von sportlichen Radfahrern ist eine Erfahrung, die offenbar viele See-Besucher teilen. Ein durch Schilder geregeltes Nebeneinander halten sie deshalb für richtig. In einer Umfrage auf unserer Internetseite findet jeder Dritte die Einrichtung von Fußgängerzonen richtig, 60 Prozent der Abstimmenden sind allerdings dagegen (Stand: Freitagabend). Die dadurch entstehenden Umwege zum Rundweg, etwa über die Straßen Am Kai oder Weingartenstraße, seien verschmerzbar.
  • Weiterdenken: "Die Verkehrsflächen von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern müssen baulich voneinander getrennt sein", schreibt Nutzer "Hans Daecher". Leserin Monika Born sieht "die eigentliche Ursache in der Planung der Geh- und Radwege". Die staubigen Gehwege würden Fußgänger immer wieder auf die Radwege ausweichen lassen. Der Kemnader See in Bochum sei dagegen ein Beispiel dafür, wie das Nebeneinander auf asphaltierten Wegen funktionieren kann.
  • Kritik: Einigen Kommentatoren ist es ein Verbot zu viel am "Man-darf-nix-See". Andere kritisieren, dass die Stadt das Nebeneinander von Radfahrern und Fußgängern im Vorfeld nicht ausreichend geplant habe. Auch die Meinung, dass Radfahrer in Dortmund als "lästiges Übel" angesehen würden, findet sich.
Das Radfahr-Verbot am Phoenix-See: