Politik stutzt Radfahr-Verbotszone am Phoenix-See

Die umstrittene Radfahr-Verbotszone am Phoenix-See wird wieder kleiner: Das Tiefbauamt hat sich mit der Bezirksvertretung Hörde am Dienstag darauf geeinigt, dass Radfahren auf einem zentralen Stück der Fußgängerzone demnächst wieder erlaubt ist. Bei Hördes Senioren löste die Entscheidung harsche Kritik aus.

Hörde. Der Hörder Burgplatz wird künftig wieder für den Radverkehr freigegeben. Für Zweiräder nach wie vor gesperrt bleiben die Engstellen in diesem Bereich. Also die Hafenpromenade bis zum Ärztezentrum und Teile der Kaipromenade, dort, wo rund um Gastronomie und Arztpraxen die Fußgängerdichte in der Regel hoch ist.

Die Bezirksvertreter stimmten diesem Lösungsvorschlag zu, der das Fußgängerzonen-Prinzip beibehält, aber Radfahrern wieder mehr Freiheit bietet. Zukünftig soll außerdem ein Teil der Strecke auf der Höhe des Toilettenhäuschens wieder freigegeben werden.

Senioren wollen Radfahrer komplett verbannen

Ganz ohne Kritik ging aber auch die Abstimmung über diesen Kompromiss nicht über die Bühne. So bemängelten die Grünen-Bezirksvertreter, dass die Ausweichstrecke für die Kaipromenade über eine öffentliche Straße führe. Seniorenbeirat Friedhelm Hendler schlug gar vor, Radfahrer ganz vom See fernzuhalten - und erntete für diesen Vorschlag viel Applaus von den Zuschauern im Bürgersaal der Bezirksverwaltungsstelle.

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