Millionen für moderne Klinik

23.08.10 Dortmund Luftbild LWL Klinik Psychatrie Aplerbeck
23.08.10 Dortmund Luftbild LWL Klinik Psychatrie Aplerbeck
Foto: Linz/PiLi
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) investiert in den nächsten zehn Jahren 30 Millionen Euro in seinen Klinik-Standort in Aplerbeck. Allein für 18 Millionen soll ein Neubau zur zeitgemäßen Unterbringung der Patienten entstehen. Das Hochhaus aus den 70er Jahren wird dafür etagenweise abgebaut.

Aplerbeck.. Schon bald Geschichte soll das rund 40 Jahre alte Hochhaus auf dem Klinikgelände an der Marsbruchstraße sein. Der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) plant einen Neubau mit zeitgemäßen Bedingungen für gut 200 Patienten. Dafür soll das Hochhaus zwar nicht abgerissen aber etagenweise heruntergebaut werden. Insgesamt will der LWL in den nächsten zehn Jahren über 30 Mio. Euro am Klinik-Standort Dortmund investieren.

Zwar ist das bisher noch Zukunftsmusik, die soll aber schon bald in der Realität erklingen: Geht alles gut, so Pressesprecherin Angelika Nehm auf Anfrage, gehen die Bauarbeiten für das neue Klinikgebäude noch zum Ende dieses Jahres los. Allein mit 18 Millionen Euro schlägt die Maßnahme zu Buche. Dieses Geld soll ebenso wie die weiteren Investitionsmittel u.a. aus Klinikgeldern erwirtschaftet werden, erklärt Nehm.

Ganz besonders wichtig ist dem LWL als Träger bei diesem Neubauprojekt die „Weiterentwicklung der therapeutischen Versorgung der Patienten“. Sie sollen dann eine geschlossene Behandlungskette von der vorstationären bis zur ambulanten Nachbehandlung geboten bekommen.

Für die Betroffenen heißt das, dass dann nach Möglichkeit die Bezugspersonen bei Ärzten wie Behandlungsteams nicht mehr wechseln. „Eine Herausforderung auch für die Architekten“, sagt Nehm. Der Architektenwettbewerb zur Gestaltung des neuen Gebäudes wird entsprechend gestartet. Entstehen soll das neue moderne Haus für Patienten auf der großen Rasenfläche im nordöstlichen Teil des Aplerbecker Klinik-Geländes.

Neben verbesserten therapeutischen Möglichkeiten unter einem Dach bietet der Neubau eine zeitgemäßere Unterbringung für die Patienten. Während sie im Hochhaus aus den 1970er Jahren auf neun Stationen mit jeweils 24 Patienten überwiegend in Mehrbettzimmern an langen Fluren mit wenigen Nasszellen und Bädern untergebracht seien, so Nehm, sollen sie im neuen Gebäude Einzel- und Doppelzimmer mit eigener Nasszelle vorfinden. Zwölf Stationen für jeweils 18 Patienten werden dort entstehen. Zudem ziehen Tagesklinik und Ambulanz ein.

Das heutige Hochhaus schrumpft dann von seinen heute zehn auf ca. fünf Geschosse und dient nicht mehr der Patientenunterbringung sondern wird für Verwaltungszwecke genutzt – dafür allerdings stehen die notwendigen Beschlüsse wenigstens pro forma noch aus. Der Bauausschuss des LWL machte sich Mittwoch ein Bild vor Ort.

 
 

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