Klare Tendenz: H-Bahn fährt wohl das letzte Mal samstags

Der 26. November ist der vorerst letzte Tag, an dem die H-Bahn zwischen Eichlinghofen und der Universität auch samstags fährt. Denn dann endet der Probebetrieb. Die H-Bahn-Gesellschaft hat eine klare Tendenz - für Politik und Studierende nicht nachvollziehbar.

Eichlinghofen.. Ob aus dem Probebetrieb ein Dauerbetrieb wird, ist noch offen. Nach Ende der Testphase will die H-Bahn-Gesellschaft, als Tochter der Stadtwerke, die Zahlen auswerten und eine Entscheidung treffen. Die H-Bahn-Gesellschaft, die laut des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Uni nie vom Probebetrieb begeistert war. Mit 200 Nutzern pro Stunde kalkulierte die Gesellschaft das Mindestmaß an H-Bahn-Fahrern, ab dem sich der Samstagsbetrieb rechnen würde.

Die H-Bahn fährt an Samstagen achtmal die Stunde und kann maximal 45 Menschen transportieren. Somit können maximal 360 Fahrgäste pro Stunde mit der H-Bahn verkehren. An den bisherigen Probe-Betriebstagen sind zwischen 214 und 364 Fahrgäste befördert worden. Unter der Woche fährt die H-Bahn öfter, zudem mit mehr Bahnen.

Die aktuellsten Zahlen verheißen - bezüglich des Probenbetrieb-Erfolgs - nichts Gutes. "Nur" 34 Nutzer pro Stunde zählt die H-Bahn-Gesellschaft derzeit. Wir haben mit dem Studierendenausschuss AStA, der Politik und der H-Bahn-Gesellschaft gesprochen.

  • Hannah Rosenbaum, Vorsitzende des AStA:

Sie kann noch immer den Zeitpunkt nicht ganz nachvollziehen: "Im September hatten wir noch Semesterferien. Und gerade die Monate Januar und Februar sind die, in denen die meisten Studierenden H-Bahn fahren." Denn zu diesem Zeitpunkt neigt sich das Wintersemester dem Ende entgegen.

  • Inge Albrecht-Winterhoff, Anwohnerin und Vorsitzende der SPD Eichlinghofen:

"Es ist fast unmöglich, die von der Gesellschaft geforderten Zahlen zu erreichen", sagt Albrecht-Winterhoff. Zudem hält sie ein Argument der H-Bahn-Gegner für nicht akzeptabel. "Das mit der Lärmbelästigung verstehe ich nicht. Wir wohnen hier in der Nähe der A45 und beschweren uns über die Geräusche der H-Bahn", sagt die Eichlinghofer SPD-Vorsitzende. Auf Wunsch der Bezirksregierung ließ die H-Bahn-Gesellschaft die Schwebebahnen deshalb nur mit reduzierter Geschwindigkeit fahren.

  • Rolf Schupp, Geschäftsführer der H-Bahn-Gesellschaft:

Für die Wahl des Zeitraums hat Rolf Schupp, Geschäftsführer der H-Bahn-Gesellschaft, eine einfache Erklärung: "Wir haben bereits im September begonnen, damit wir einen Vergleich zwischen vorlesungsfreier Zeit und Vorlesungszeit haben." Laut Schupp sei das Fahrgastaufkommen in den ersten Wochen nach Beginn des Wintersemesters traditionell am höchsten. Er wehrt sich dagegen, die Zahlen zu hoch angesetzt zu haben: "Unter der Woche fahren bis zu 600 Menschen pro Stunde. Da sind 200 für einen Samstag ein gutes Maß."

Der Geschäftsführer der H-Bahn-Gesellschaft hofft, noch im Dezember ein Ergebnis der Zählung während des Probebetriebs präsentieren zu können. Bei 33 statt 200 Fahrgästen pro Stunde dürfen sich die H-Bahn-Befürworter allerdings keine allzu großen Hoffnungen machen. "Anhand der Zahlen kann man sich mittlerweile eine Tendenz ableiten", so Schupp.

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