Hörder Burg am Phoenix-See wird zur Sparkassen-Akademie

Dortmund kann einen wichtigen Ansiedlungserfolg verbuchen: Die Hörder Burg am Phoenix-See soll Sitz der Sparkassen-Akademie des Landes werden. Das beschloss am Freitag der Trägerkreis der Akademie in Münster. Der Dortmunder Standort setzte sich gegen 39 Mitbewerber aus ganz NRW durch.

Hörde. Allein aus Dortmund gab es fünf Bewerber um den Sitz der Akademie, die Jahr für Jahr 43.000 Schulungs- und Tagungsteilnehmer in die Stadt bringen soll. Bislang hat die Akademie einen Doppelsitz in Düsseldorf und Münster. Nach der Fusion der beiden Ausbildungsakademien für den rheinischen und westfälisch-lippischen Sparkassenverband soll das Studienzentrum einen neuen zentralen Sitz bekommen. Dortmund läge dabei gewissermaßen genau zwischen den beiden bisherigen Standorten Düsseldorf und Münster.

Die zentrale Lage und die Verkehrsanbindung war dann auch eines der wichtigsten von insgesamt 16 Kriterien beim Auswahlverfahren, das sich unter Federführung eines Architekturbüros über Monate hingezogen hat. Weitere Aspekte waren neben allgemeinen Standortfaktoren auch die Anziehungskraft des Akademie-Standortes, ein Hotelangebot, genügend Parkplätze und Potenzial für bauliche Erweiterungen. Auch das Raumprogramm, die Architektur und der Mietpreis spielten eine Rolle.

Bis 2018 soll das neue Domizil fertig sein

Vor der entscheidenden Sitzungdes Trägerkreises am Freitag hatte sich die Auswahl auf die Standorte Dortmund und Mülheim reduziert. Für den Umbau der alten Hörder Burg zum Akademiestandort drängt nun die Zeit. Bis 2018 soll das neue Domizil bezugsfertig sein.

Die Firma DIAG, die die Hörder Burg und das Stiftsforum erst im Sommer von der Stadt gekauft hatte, will dazu zunächst den Umbau der Burg in Angriff nehmen. Auf der Freifläche zwischen Stiftsforum und Burg soll danach ein ergänzender Neubau entstehen. Ob und wann das Stiftsforum abgerissen wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, heißt es bei DIAG.

Oliver Volmerich