Gute Argumente geliefert

Tim Cech und Brigitte Wiemann.
Tim Cech und Brigitte Wiemann.
Foto: FREI

Wellinghofen.. Rechtschreibeung magelhaft – Aufsatz sehr gut: Tim Cech von der Johann-Gutenberg-Realschule in Wellinghofen,stand schon als Grundschüler mit Diktaten auf dem Kriegsfuß. Dafür glänzt er beim Formulieren. So geschliffen ist seine Argumentation, dass er sich nun, im Alter von 17 Jahren, den 3. Platz beim NRW-Wettbewerb „Jugend debattiert“ sicherte. Als einziger Realschüler in Nordrhein-Westfalen aus den Jahrgängen 8-10 hatte er den Einzug ins Finale geschafft.

Pro- und Contra-Seite

Vielleicht war es das Thema, dass den Hörder Jugendlichen durchaus liegt: Sollen Schulen Initiativen gegen Rechtsextremismus zu einem verpflichtenden Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit machen? – Soll die NPD verboten werden? - Darüber diskutierte er, genauso wie die anderen sieben Anwärter auf die ersten Plätze. „Das Debattenthema muss dabei aus zwei Blickwinkeln gesen werden: Der Pro- und Contra-Seite“, beschreibt Brigitte Wiemann, Lehrerin an der Johann-Gutenberg-Realschule und Koordinatorin des Regionalverbundwettbewerbes das Procedere. Dieses sei besonders aufschlussreich für die Schüler, denn sie müssen sich auch in die Positionen hineindenken, die sich nicht tragen würden. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema hätten die Schülerinnen und Schüler Argumente griffbereit und sind nun in der Lage, Gegenargumente auszukontern.

Tim Cech steht jedenfalls nicht auf der Seite der Rechtsextremen. IIm Gegenteil: In der Geschichts-AG hat der 17-Jährige jüngst an einem Audioguide für Hörde mitgewirkt, das neben der ehemaligen Gestapo-Wache auch die Stolpersteine thematisiert. Trotzdem gelang es ihm überzeugend, das Pro und Contra darzustellen. Und dazu brauchte er nicht nur seinen Kopf, sondern auch Hände und Füße. Denn auch die Körpersprache wird von der Jury bewertet.

Keine Lieblingsbeschäftigung

Der 17-Jährige ist zwar stolz auf seine Leistung, doch das Debattieren gehört nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Die liegen eher im künstlerisch-kreativen Bereich. Malen, Zeichnen, aber auch Fächer wie Biologie, Physik und Philosopie stehen ganz oben auf seinem Stundenplan. Und mit diesen Fächern plant er auch seine berufliche Zukunft, die er nach dem Realschulabschluss mit dem Abitur ausbauen will. Später dann soll ein Studium folgen.

 
 

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