Grundstücke am Phoenix-See werden nun doch vermarktet

Das Nordufer ist so gut wie ausgebucht. Höchste Zeit also, auch das Wohnviertel am Südufer des Phoenix-Sees auf den Markt zu bringen. Dazu nimmt die Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft jetzt einen zweiten Anlauf. Wer ein Grundstück erwerben will, braucht möglicherweise Losglück.

Hörde.. Der erste Anlauf war kurz vor dem Start jäh gestoppt worden, weil Teile der Hörder Politik plötzlich die soziale Komponente im Bebauungsplan für das Südufer vermissten. In Gesprächen zwischen Stadtplanern, Politiker und Entwicklern wurde eilig nachgebessert.
Jetzt soll es am Südufer neben schicken Villen auch Reihenhäuser geben, möglicherweise sogar zur Miete. Und ein 3700 Quadratmeter großes Grundstück an der Schüruferstraße wird zum Sonderpreis von 220 Euro pro Quadratmeter für öffentlich geförderten Wohnungsbau zur Verfügung gestellt.

Interesse der Investoren
Nebenan werden mit einem Quadratmeter-Preis von 260 Euro Investoren für eine Fläche gelockt, auf der frei finanzierter Wohnungsbau mit einer Mietobergrenze von 7,50 Euro pro Quadratmeter entstehen soll. "Und ich bin sicher, dass wir Investoren dafür finden werden", meint Ursula Klischan als Geschäftsführerin der Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft, die schon mehrere Gesprächstermine im Kalender stehen hat. Wenig Sorgen muss sie sich wohl auch um die Vermarktung der Grundstücke direkt am Südufer machen, die zu Quadratmeter-Preisen zwischen 350 und 380 Euro zu haben sind. Denn allein für die 70 Einfamilienhaus-Grundstücke haben sich in den vergangenen Jahren schon 200 Interessenten gemeldet.
Im Zweifel Losentscheid
Ob deren Bauwunsch noch aktuell ist, soll das Vergabeverfahren zeigen, das am Montag (8. 4.) startet. Bis 6. Mai können Interessenten per Formular Grundstücke benennen, für die sie ein Kaufinteresse haben. Gibt es danach mehrere Interessenten für eine Fläche, entscheidet Mitte Mai das Los, wer den Zuschlag bekommt.
Die Vermarktung der Grundstücke für Doppel- und Reihenhäuser beginnt einige Wochen später, weil noch an den
Gestaltungsrichtlinien für die neu ins Programm gekommenen Reihenhäuser gearbeitet wird. Sie können ohnehin nur über Bauträger oder Investoren vermarktet werden.
Wenn im Mai die Erschließung der Baustraßen am Südufer beendet ist, könnten die ersten Häuslebauer theoretisch im Juni starten, kündigt Ursula Klischan an. Mit Blick auf Notar-Termine und Baugenehmigungs-Verfahren ist jedoch ein Baubeginn ab Herbst wahrscheinlicher. Alle Käufer haben nach Vertragsabschluss zwei Jahre Zeit für den Hausbau.

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