Gardenkamp-Anwohner bleiben kritisch

Dortmunds Oberbürgermeister Sierau bei der Freigabe Am Gardenkamp/Vogelpohtsweg. Foto: Cord
Dortmunds Oberbürgermeister Sierau bei der Freigabe Am Gardenkamp/Vogelpohtsweg. Foto: Cord
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Barop.. Das neue Verbindungsstück von Stockumer Straße zum Campus Nord ist offiziell freigegeben. Damit soll der Schulweg soll noch sicherer werden. Doch es gibt auch kritische Stimmen.

Nach 15 Monaten Bauzeit und 30 Jahren zum Teil hitziger Diskussion ist die Verkehrsachse von der Stockumer Straße über Am Gardenkamp und Vogelpothsweg bis zum Campus Nord fast fertig. Zwar lobte der Hombrucher Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU) während der offiziellen Eröffnung die kurze Bauzeit und sicherte Oberbürgermeister Ullrich Sierau die „breite Unterstützung der BV“ für das Projekt zu. Doch Sierau wies gleichzeitig auf kleine, für die Anwohner aber umso ärgerlichere Details hin. „Es gibt eine Flaschenhalssituation“.

Gemeint ist ein Engpass ab Hausnummer 299 in Richtung Stockumer Straße. Hier sei ein Grundstück noch nicht gekauft, eine kurzfristige Verbreiterung also nicht möglich. Und so mischten sich-- wieder einmal Am Gardenkamp – kritische Töne unter das allgemeine Lob über eine breite Fahrbahn und lärmoptimierten Asphalt. Ein Anwohner unterstellte sogar lautstark, nicht die komplette Strecke sei mit dem im Volksmund „Flüsterasphalt“genannten Belag ausgestattet. Sein Argument war die Farbe der Fahrbahn, die mal dunkel, mal hell ist. Doch Sylvia Uehlendahl, Abteilungsleiterin Straßen- und Kanalbau, konterte: „Ein Teilstück hat bereits einen Sommer hinter sich.“ Der Belag sei aber durchgängig derselbe.

„Weg für Kinder ist gefährlich“

Weiterer Kritikpunkt: der Weg für Kinder zur nahen Ostenberggrundschule. Einige Eltern machten dem Oberbürgermeister unmissverständlich klar, dass sie den Engpass trotz Ampelanlagen für gefährlich halten. Bereits vorher räumte Sierau ein, dass die breite Straße zum Schnellfahren animieren können. Wie zum Beweis bretterte ein Radfahrer das Gefälle herunter. Auch vor dem „Flaschenhals“ könnten Fahrer noch zu viel Tempo drauf haben, befürchten Anwohner. Sierau sagte Hilfe in Form von farbigen Markierungen vor Hausnummer 299 zu, „vielleicht noch in dieser Woche oder Anfang November.“ Zudem wolle man über zusätzliche Blinklichter an den Ampeln nachdenken, die auf Fußgänger hinweisen.

Insgesamt ließ der Oberbürgermeister Vergleiche zu Stuttgart 21 nicht gelten, sprach von einer „Streitkultur auf demogratischer Grundlage“. Auch, wenn es in den vergangenen zwei Jahren oft sehr hitzig wurde.

 
 

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