Ganztags-Betreuung in den Kinderschuhen

Unterschriftenübergabe an der Gerhard-Hauptmann-Schule: v.li. Schulleiterin Katja Burghardt,stellv. Bezirksbürgermeisterin Claudia Schare, Vorsitzende des Elternstadtrates Anke Bohlander, Vorsitzende des Fördervereins Gudrun Berlinghoff und einige Schüler. Foto: Anja Cord
Unterschriftenübergabe an der Gerhard-Hauptmann-Schule: v.li. Schulleiterin Katja Burghardt,stellv. Bezirksbürgermeisterin Claudia Schare, Vorsitzende des Elternstadtrates Anke Bohlander, Vorsitzende des Fördervereins Gudrun Berlinghoff und einige Schüler. Foto: Anja Cord
Foto: Anja Cord

Schüren.. Der „Offene Ganztag“ (OGS) steckt in Stadtbezirk Aplerbeck noch in den Kinderschuhen. Für die 1900 Grundschüler stehen derzeit nur 440 Plätze zur Verfügung. Zwei Schulen in Lichtendorf und Schüren haben gar keine Ganztagsbetreuung im Angebot.

Väter und Mütter aus dem Bereich Schüren, deren Kinder demnächst eingeschult werden, haben den Stadtelternrat auf die fehlenden Betreuungsplätze aufmerksam gemacht worden. Denn besonders in Schüren ist die Situation sehr angespannt. Zwei Neubaugebiete brachten viele zusätzliche junge Familien in den Vorort, deren Sprösslinge derzeit noch in Kindertagesstätten den ganzen Tag über betreut werden. „Diese Eltern sind auf OGS-Plätze angewiesen“, macht Aplerbecks stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Claudia Schare (SPD) deutlich. Nur neun Ganztagsplätze an der Friedrich-Ebert-Grundschule werden nach den Sommerferien frei. Rund 50 Plätze werden jedoch gesucht.

So bleibt für viele Eltern nur die zusätzliche Option Emschertal-Grundschule in Sölde. „Zum Teil sind die Eltern jetzt schon auf andere Schulen ausgewichen, beispielsweise zur Landgrafen-Schule“, so Schare.

Ein kurzfristiges Angebot der Verwaltung, letztmalig Geld für zusätzliche Plätze zur Verfügung zu stellen, wird zur Zeit an den beiden Grundschulen in Schüren diskutiert, In der nächsten Woche soll nun die Schulkonferenz der Gerhart-Hauptmann-Grundschule über die Einführung des „Offenen Ganztags“ entscheiden.

Daher haben die Eltern in den Schürener Kindertagesstätten über 60 Unterschriften gesammelt, denn sie werden selbst nicht direkt an der Entscheidung der Schulkonferenz beteiligt. Überreicht wurden die Unterschriften gestern von der Vorsitzenden des Stadtelternrats, Anke Bohlander, und Claudia Schare an Schulleiterin Katja Burghardt, sowie Oliver Söltzer von der Schulpflegschaft und Gudrun Berlinghoff, Vorsitzende des Fördervereins.

Ein zusätzlicher Grund für die hohe Nachfrage an OGS Plätzen ist die fehlende Ferienbetreuung für Kinder, die nicht in dieser Maßnahme sind und die Ferienbetreuungslücke für angehende Schulkinder von fast sechs Wochen. Hier hat der Stadtelternrat bereits im Dezember ein Schreiben an Dezernentin Waltraut Bonekamp geschickt und auch die Aplerbecker SPD hat bereits im Oktober einen Antrag zur Verbesserung der Ferienbetreuung an die Verwaltung gestellt. In beiden Fällen stehen die Antworten noch aus.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen