Ein neues Haus für drei Gemeinden

Sie legten den Grundstein: Wilhelm Hoyer, Sascha Mader, Günter Lohsträter, Michael Wolff (von links). Foto: Jochen Linz
Sie legten den Grundstein: Wilhelm Hoyer, Sascha Mader, Günter Lohsträter, Michael Wolff (von links). Foto: Jochen Linz
Foto: Linz/PiLi
Bei feierlichen Ereignissen im religiösen Kontext ist man bisweilen versucht, in alltäglichen Phänomen den Hauch des Göttlichen zu erkennen – wenn auch nur augenzwinkernd.

Aplerbeck.. Bei feierlichen Ereignissen im religiösen Kontext ist man bisweilen versucht, in alltäglichen Phänomen den Hauch des Göttlichen zu erkennen – wenn auch nur augenzwinkernd.

So geschehen bei der Grundsteinlegung des neuen Gemeindezentrums der neuapostolischen Kirche in Aplerbeck: Nachdem den ganzen Montag ein eisiger Wind gepfiffen, es genieselt hatte und Hagelkörner vom Himmel gefallen waren, tauchte die Sonne den Platz an der Ruinenstraße just in dem Augenblick in ein warmes, helles Licht, als die Festreden begannen.

Neben Apostel Wilhelm Hoyer vom Landesvorstand der neuapostolischen Kirche (NAK) in NRW, waren auch Bezirksbürgermeister Sascha Mader und Pfarrer Ludger Hojenski aus der benachbarten Kath. Kirchengemeinde St. Ewaldi sowie zahlreiche Gemeindemitglieder aus Aplerbeck, Sölde und Schüren gekommen.

SchwindendeBesucherzahlen

Das neue Gemeindehaus, das lediglich einen Teil des Kellers und die Bodenplatte seines Vorgängers übernehmen wird, soll ihre neue Heimat werden: Die drei Gemeinden fusionieren unter dem Dach eines modernen Gemeindezentrums. Man wolle frühzeitig „die Weichen stellen, dafür dass die Gemeinde aktiv und lebendig bleibt“, sagte Hoyer in seiner Ansprache. In Zeiten von schwindenden Mitgliederzahlen (die auch vor den neuapostolischen Gemeinden nicht halt machen), sei eine Fusion eine wegweisende Entscheidung, genau wie der Neubau eines gemeinsamen Gemeindehauses.

So empfindet es auch Sascha Mader, der in dem Schritt sowohl das Ende des Alten als auch die Entstehung von Neuem sah. Er betonte – wie auch Pfarrer Hojenski – die Bedeutung der NAK für Aplerbeck. Für Hojenski sei es ein Zeichen „versöhnter Verschiedenheit“, dass die verschiedenen christlichen Strömungen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gut und konstruktiv zusammenarbeiten würden.

Auch wenn manche Mitglieder sich mit der neuen Großgemeinde noch nicht recht anfreunden wollen, das neue Gemeindezentrum konnten sie schon am Montag mit nach Hause nehmen – als Papierbausatz zum Selberkleben. Das echte Gebäude soll dann spätestens Anfang 2013 fertiggestellt werden – vielleicht dann wieder in einem vorfrühlingshaften Sonnenschein.

 
 

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